Der Gemüse-Ticker....
DE-Öko-006
Hacken, die ultimative Pflegemaßnahme...                                                         Mai 2018
Mit dem Hacken sollte möglichst bald nach der Übergabe begonnen werden, wenn die Ansaaten auflaufen bzw.
die Reihen auf den Beeten sichtbar sind und die Unkräuter sich noch im 2-4 Blatt-Stadium befinden. Das Hacken
dient aber nicht nur der Unkrautbekämpfung: “Einmal Hacken ist so gut wie einmal Gießen” ist z.B. ein gängiger
Satz im Gemüsebau. Durch das Auflockern der Oberfläche werden die Kapillaren zerstört, die beim Einsickern
des Regen oder Gießwassers entstanden sind. So wird die Verdunstung verhindert und das Wasser steht den
Pflanzen länger zur Verfügung. Es empfielt sich daher nach einem Regen zu Hacken, sobald die Oberfläche
trocken genug ist.
Durch die Belüftung wird ausserdem das Bodenleben aktiviert, so dass Nährstoffe mobilisiert werden.
Nicht zuletzt können manche Schädlinge im Zaum gehalten werden, z.B. die Möhrenfliege, die Ihre Eier
zwischen den Reihen ablegt. Durch häufiges Hacken werden die Larven auf ihrem Weg zur Möhre gestört.
Gerne zeigen wir vor Ort, wie man mit den verschiedenen Hacken effizient,
kräfte- und rückenschonend umgeht.
Ein paar Worte zum Umgang mit Wasser:                                                           Mai 2018
Grundsätzlich ist zu sagen, dass man vor dem Gießen kontrollieren sollte, ob noch Feuchtigkeit im Boden
vorhanden ist. Wenn in etwa 6 -10cm Tiefe der Boden noch feucht ist, ist ein Bewässern der Pflanzen nicht nötig!
(Viel wichtiger ist hier das Hacken, damit die Feuchtigkeit im Boden bleibt.)
Insbesondere Feldfrüchte, wie z.B. Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln, Rote Bete, Bohnen, Spinat, etc., müssen
i.d.R. nicht gegossen werden, sondern kommen mit dem Wasser aus, das vom Himmel fällt.
Nur in ganz extremen, sehr heißen Trockenphasen, in denen ca. 2 Wochen gar kein Regen fällt und der
Kontakt zum Bodenwasser ganz abreißt, kann ein Bewässern dieser Kulturen notwendig werden.
Doch auch dann muss uns klar sein, dass das Gießen mit der Kanne immer nur eine Notversorgung der
Pflanzen sein kann. Den Anschluss an das Bodenwasser können wir dadurch nicht wiederherstellen. 
Wer an einem warmen Tag gießt und sich einmal die Mühe macht nachzusehen, wird feststellen, dass das Wasser
nur ca. 5-6cm eindringt. Es erreicht also niemals die Bodenschichten, aus denen sich gut angewachsene Pflanzen
versorgen.
Ausnahmen sind natürlich frische Pflanzungen oder Aussaaten, die noch nicht angewachsen oder aufgegangen
sind und keine tieferen Wurzeln gebildet haben. Hier sollte man ein Auge darauf haben, dass stets genügend
Wasser vorhanden ist, damit sie anwachsen.
Um das Gießwasser möglichst lange im Boden zu halten, kann man z.B. die Beete abdecken (mit Vlies oder
Lochfolie) oder die Erde zwischen den Pflanzen mit Ernterückständen oder Gras bedecken (mulchen).
Wenn Pflanzen an besonders heißen Tagen die Blätter hängen lassen, ist dies noch kein Grund zur Besorgnis. Die
Pflanzen ziehen das Wasser zum Schutz in die Wurzeln zurück und stehen am Abend meist wieder knackig da!
Zum sparsamen, sinnvollen und verantwortlichen Umgang mit dem Wasser gehört neben o.g. Punkten auch, dass
jeder darauf achtet, die Wasserhähne am Wasserwagen sorgfältig zu schließen und beim Auffüllen der
Gießkannen dabei zu bleiben, damit sie nicht überlaufen.
Zum Reinigen von Gerät und Händen kann z.B. auch ein Eimer mit Wasser gefüllt werden, welches dann mehrmals
verwendet wird.
Wir möchten Euch alle bitten, gemeinsam darauf zu achten, dass kein Wasser sinnlos verschwendet wird.
Danke!!
Kleiner Tipp zum Gießen:                                                                                               Mai 2018
Wichtig bei der Bewässerung ist die Regelmäßigkeit: Wenn man einmal anfängt sein Gemüse zu gießen, sollte man
es regelmäßig gießen, da die Pflanzenwurzeln sich auf das Gießwasser verlassen und deswegen keine über-
mäßigen Anstrengungen unternehmen, selber in größere Tiefen zu wachsen, um noch vorhandene Bodenreserven
zu erschließen. 
Wenn man allerdings auf das Wurzelwachstum der Pflanzen vertraut und diese nur gießt, wenn sie offensichtlich
„schlapp“ sind und Wasser benötigen, wird man u. U. genau dieselbe Erntemengen erzielen, mit einer kleinen
Ernteverzögerung von einigen Tagen.
Also lieber sparsam gießen und die Pflanzen genau beobachten, ob sie wirklich Wasser brauchen!
Wenn man gießen möchte, sollte man dies abends tun: Dann haben die Pflanzen die ganze Nacht Zeit, sich mit Hilfe
des Wassers zu erholen. Nur wenn großer Schneckenandrang herrscht, kann es sinnvoller sein, erst früh morgens
zu gießen. Die Schnecken würden sich durch das Gießen am Abend angezogen fühlen, da sie die feuchte Kühle
sehr mögen. Bei Kohlrabi kann man mit regelmäßigem Gießen dem Platzen vorbeugen und Radieschen werden
milder, je mehr Wasser ihnen zu Verfügung steht. Bohnen und Erbsen brauchen zur Zeit der Schotenausbildung
nach der Blüte etwas mehr Wasser.
Quelle: “Kleines Handbuch der Gemüsekunde”
Mehr Informationen zum Bewässern und den Alternativen dazu gibt´s HIER.
Info zum Bodenzustand bei der Übergabe                                                   12. Mai 2018
Der Boden auf den Parzellen ist zur Übergabe dieses Jahr sehr hart und schollig. 
Die seit Ende März anhaltende Trockenheit hat dazu geführt, dass die bei der nötigen Bodenbearbeitung
entstandenen Schollen hart geworden sind.
Auch die Aussaaten, die wir ausgebracht haben, konnten bisher nicht auflaufen, 
da einfach der nötige Regen fehlt.
Wir empfehlen - nachdem für die kommenden Tage endlich Regen angesagt ist – dann die erste Hacke mit den
Kultivator-Hacken (Drei-Zinken) durchzuführen.
Damit wird der Boden gut gelockert und die Erdklumpen fein zerteilt.
Auch die Aussaaten werden sich nach dem nächsten Regen zeigen…
Verpasst nicht, uns zu den Beratungsterminen zu besuchen, hier gibt es viele weitere Tipps und Tricks und
Antworten auf Eure Fragen.
Auf ein gutes Gartenjahr – mit Regen und Sonnenschein zur rechten Zeit! :-)
Aussaaten größtenteils aufgegangen                                                    26. Mai 2018
Trotz der widrigen Witterung seit der Aussaat, haben es die meisten Saaten geschafft und sind nun relativ gut
aufgelaufen.
Bohnen, Radieschen, Spinat...                       ...Zwiebeln, Rote Bete...                        ...und Möhren sind da.
Wenn man vom Feldrand flach über die Beete schaut, kann man die Reihen schon erkennen.
Jetzt benötigen die frisch aufgelaufenen Pflanzen besondere Aufmerksamkeit und Pflege:
Da der Boden durch die starken Niederschläge sehr verschlämmt ist, sollte möglichst bald gehackt werden um
den Boden zu belüften und das Unkraut zu bekämpfen.
Bei dem vorhergesagten sehr warmen und trockenen Wetter wird die verschlämmte Oberfläche sehr schnell sehr
hart und damit evtl. undurchdringlich für weitere Keimlinge.
Wo das Unkraut besonders stark wächst, muss auch schon vorsichtig gejätet werden! 
Um überhaupt Hacken zu können, sollten die Reihen vorher markiert bzw. „freigelegt“ werden.
Reihen freilegen: 
Um die Reihen zu markieren, kann man z.B. mit einem “Glättspan” (im Bild; liegt im Bauwagen) oder mit einem
Messer o.Ä. auf beiden Seiten der Reihe die Erde wegkratzen. Zwischen den so freigelegten Reihen kann man
dann vorsichtig (aber bequem) das erste Mal hacken.
Gerne helfen wir Ihnen zu den Beratungsterminen beim Finden und Freilegen der Reihen und beim
Identifizieren der Pflänzchen!
Erste Hacke nach Hagel und Starkregen                                               19. Mai 2018
Der Hagel und Starkregen der vergangenen Woche haben zu einer starken Verschlämmung des Bodens geführt.
(Seit Sonntag sind gute 50 Liter !! Niederschlag im Bärenkeller gefallen.)
Daher empfehlen wir, möglichst bald die erste Hacke im Starkzehrer-Block und bei den Salaten mit den
Kultivator-Hacken (drei Zinken) durchzuführen, damit der Boden wieder belüftet wird.
Auch bei den Kartoffeln sollte mit der Kultivator-Hacke der Boden aufgezogen und die Dämme angehäufelt
werden. (Immer von unten nach oben an der Dammflanke die Hacke durchziehen.) Dabei werden auch die
groben Schollen gut zerkleinert.
Die freien Flächen sollten auch möglichst tief (große Kultivator-Hacke) gelockert werden, besonders vor dem
Einsetzen neuer Pflanzen.
Der Einsatz der Rübenhacken (scharfes Blatt) empfiehlt sich bei dem nassen Bodenzustand nicht, da die
Schneide zuschmiert, die nasse Erde nicht über das Blatt ablaufen kann und der Boden unter dem Blatt evtl.
sogar noch mehr verdichtet wird.
Hilfe beim Nachsäen                                                                                26. Mai 2018
Aufgrund der ungünstigen Witterung haben es einige Aussaaten nicht geschafft, wunschgemäß aufzugehen.
(Petersilienwurzel, Erbsen, Lauchzwiebel.)
Dass Aussaaten schlecht oder uneinheitlich auflaufen können, gehört natürlich zum Risiko jedes
Gärtners.
Um aber den Schaden durch die besonders ungünstigen Wetterlagen nach der Aussaat in Grenzen zu halten,
bieten wir Ihnen gerne unsere Hilfe beim Nachsäen an.
Zu den nächsten drei Beratungsterminen sind wir mit entsprechendem Saatgut und Ausrüstung
(kl. Sämaschine, Krümelwalze, Rillenzieher…) vor Ort und helfen Ihnen dann gerne weiter.
Bitte sprechen Sie uns an!
Rote Bete vereinzeln                                                                                       01. Juni 2018
Um bei der Roten Bete gleichmäßig große Knollen zu bekommen, kann man die Pflänzchen in der Reihe vereinzeln.
Dies sollte man in den nächsten Tagen machen, bevor die Pflanzen zu groß werden.
Zum Vereinzeln sollte die Reihe sauber gejätet sein (damit man die Pflanzen auch gut sieht). Vorher ist es ratsam,
die Erde gut zu wässern. Die empfindlichen Pflanzen lassen sich dann besser rausziehen und laufen nicht Gefahr,
nach dem Umsetzten zu vertrocknen. Gut ist es deshalb auch, bei bedecktem Himmel, abends oder gleich bei
Regenwetter zu vereinzeln.
die Reihe ist sauber
gejätet und gewässert
die Pflänzchen
vorsichtig mit der
Wurzel aus der Erde
ziehen
wo Lücken in der
Reihe sind mit dem
Finger ein Loch
stechen...
...und die Pflanze
einpflanzen; leicht 
andrücken.
Fertig :-)
So werden die Pflanzen gleichmäßig auf die Reihe verteilt. Der optimale Abstand ist ca. 5-8cm.
Dass die Rote Bete so clusterartig aufgeht, liegt daran, dass es sich hier um so genannte Knäuelsamen handelt.
Pro Korn können daher ca. 0 bis 5 Pflänzchen aufgehen.
Auch Mangold und andere verwandte Arten bilden diese Art Samen.
 
Der Erdfloh...                                                                                                                    01. Juni 2018
Wie jedes Jahr macht sich auch diese Saison wieder der Erdfloh bei den jungen Kohl- und Kohlrabipflanzen
breit. Auch wenn die Blätter z.T. schlimm aussehen, die Schäden halten sich meistens in Grenzen:
Der Kohl wächst dem Erdfloh i.d.R. davon; Kohlrabi und Radieschen bilden -trotz der befallenen Blätter-
verzehrfähige Knollen; Rucola erleidet durch die Löcher keine Geschmackseinbußen ;-)
Aktiv kann man gegen die Erflöhe eher wenig ausrichten.
Aussaaten / Pflanzungen könnten direkt nach der Aussaat / Pflanzung mit sehr engmaschigem Vlies
abgedeckt werden. Dabei müsste das Vlies an den Rändern aber gut befestigt werden, damit keine Lücken für
die Erdflöhe entstehen.
Um den Befall zu reduzieren könnte man mit Leimtafeln regelmäßig über die befallenen Pflanzen wedeln.
Die Erdflöhe springen auf und bleiben kleben. (Dies gleicht u.E. aber eher einer Sisyphusarbeit…)
Durch sehr häufiges Lockern (= Hacken) wird die Jugendentwicklung der Pflanzen gefördert. So können
Schäden evtl. schneller „ausgewachsen“ werden.
Mehr Informationen zu Erdfloh, Blattlaus & Co. finden Sie hier...
Gießwasser gibt´s auch vom “kleinen” Wasserwagen                        01. Juni 2018
Uns ist aufgefallen, dass der “kleine” Wasserwagen wohl eher selten genutzt
wird. Daher noch einmal unsere Empfehlung an alle GärtnerInnen:
Auch beim “Kleinen” kann man Wasser zum Gießen holen. :-)
Unkrautregulierung (Hacken / Jäten)                                                     01. Juni 2018
Das Unkraut ist bei den Aussaaten im Schwachzehrer-Block schon sehr stark im Vormarsch.
Auf vielen Parzellen wurde noch gar nicht gejätet oder gehackt.
Verpasst man den richtigen Zeitpunkt zum Hacken / Jäten, wird es immer schwieriger, Kraut von Unkraut zu
unterscheiden. Der Arbeitsaufwand steigt mit jedem Tag, der vergeht.
Auch Totalausfälle sind möglich, wenn nicht rechtzeitig mit der Unkrautregulierung begonnen wird.
Gerne sind wir zu den Beratungsterminen behilflich, Kraut von Unkraut zu unterscheiden.
Mehr Informationen zur Unkrautregulierung finden Sie hier…
Tomaten ausgeizen                                                                                       09. Juni 2018
Um Tomaten erfolgreich aufzuleiten, sollten regelmässig (ca. wöchentlich) die Seitentriebe, die aus den
Blattachseln wachsen, entfernt werden (ausgeizen). Die Pflanze steckt dann mehr Energie in den Haupttrieb
und dessen Fruchtstände, ein “Verbuschen” der Tomate wird verhindert.
Eine kurze Bildanleitung von uns gibts HIER...
Hier noch eines (von vielen!!) Videos zum Thema bei YouTube
Im Gemüse-Ticker stehen die jeweils aktuellsten Informationen an oberster Stelle.
So wird im Verlauf der Saison eine Seite entstehen, auf der jeder nachschauen kann, wann das Gemüse
erntereif ist oder welche Pflegemaßnahmen gerade angebracht sind.
Auch generelle Tipps und Tricks finden sich dann im Verlauf,
es lohnt sich daher immer mal wieder reinzuschauen und zu scrollen....:-)
Der Gemüse-Ticker kann und soll aber nicht das persönliche Gespräch ersetzen.
Die aktuellen Beratungstermine finden Sie HIER.