Der Gemüse-Ticker....
DE-Öko-006
Im Gemüse-Ticker stehen die jeweils aktuellsten Informationen an oberster Stelle.
So wird im Verlauf der Saison eine Seite entstehen, auf der jeder nachschauen kann, wann das Gemüse
erntereif ist oder welche Pflegemaßnahmen gerade angebracht sind.
Auch generelle Tipps und Tricks finden sich dann im Verlauf,
es lohnt sich daher immer mal wieder reinzuschauen und zu scrollen....:-)
Der Gemüse-Ticker kann und soll aber nicht das persönliche Gespräch ersetzen.
Die aktuellen Beratungstermine finden Sie HIER.
Hacken, die ultimative Pflegemaßnahme...                                                                2019
Mit dem Hacken sollte möglichst bald nach der Übergabe begonnen werden, wenn die Ansaaten auflaufen bzw.
die Reihen auf den Beeten sichtbar sind und die Unkräuter sich noch im 2-4 Blatt-Stadium befinden. Das Hacken
dient aber nicht nur der Unkrautbekämpfung: “Einmal Hacken ist so gut wie einmal Gießen” ist z.B. ein gängiger
Satz im Gemüsebau. Durch das Auflockern der Oberfläche werden die Kapillaren zerstört, die beim Einsickern
des Regen oder Gießwassers entstanden sind. So wird die Verdunstung verhindert und das Wasser steht den
Pflanzen länger zur Verfügung. Es empfielt sich daher nach einem Regen zu Hacken, sobald die Oberfläche
trocken genug ist.
Durch die Belüftung wird ausserdem das Bodenleben aktiviert, so dass Nährstoffe mobilisiert werden.
Nicht zuletzt können manche Schädlinge im Zaum gehalten werden, z.B. die Möhrenfliege, die Ihre Eier
zwischen den Reihen ablegt. Durch häufiges Hacken werden die Larven auf ihrem Weg zur Möhre gestört.
Gerne zeigen wir vor Ort, wie man mit den verschiedenen Hacken effizient,
kräfte- und rückenschonend umgeht.
Ein paar Worte zum Umgang mit Wasser:                                                                 2019
Grundsätzlich ist zu sagen, dass man vor dem Gießen kontrollieren sollte, ob noch Feuchtigkeit im Boden
vorhanden ist. Wenn in etwa 6 -10cm Tiefe der Boden noch feucht ist, ist ein Bewässern der Pflanzen nicht nötig!
(Viel wichtiger ist hier das Hacken, damit die Feuchtigkeit im Boden bleibt.)
Insbesondere Feldfrüchte, wie z.B. Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln, Rote Bete, Bohnen, Spinat, etc., müssen
i.d.R. nicht gegossen werden, sondern kommen mit dem Wasser aus, das vom Himmel fällt.
Nur in ganz extremen, sehr heißen Trockenphasen, in denen ca. 2 Wochen gar kein Regen fällt und der
Kontakt zum Bodenwasser ganz abreißt, kann ein Bewässern dieser Kulturen notwendig werden.
Doch auch dann muss uns klar sein, dass das Gießen mit der Kanne immer nur eine Notversorgung der
Pflanzen sein kann. Den Anschluss an das Bodenwasser können wir dadurch nicht wiederherstellen. 
Wer an einem warmen Tag gießt und sich einmal die Mühe macht nachzusehen, wird feststellen, dass das Wasser
nur ca. 5-6cm eindringt. Es erreicht also niemals die Bodenschichten, aus denen sich gut angewachsene Pflanzen
versorgen.
Ausnahmen sind natürlich frische Pflanzungen oder Aussaaten, die noch nicht angewachsen oder aufgegangen
sind und keine tieferen Wurzeln gebildet haben. Hier sollte man ein Auge darauf haben, dass stets genügend
Wasser vorhanden ist, damit sie anwachsen.
Um das Gießwasser möglichst lange im Boden zu halten, kann man z.B. die Beete abdecken (mit Vlies oder
Lochfolie) oder die Erde zwischen den Pflanzen mit Ernterückständen oder Gras bedecken (mulchen).
Wenn Pflanzen an besonders heißen Tagen die Blätter hängen lassen, ist dies noch kein Grund zur Besorgnis. Die
Pflanzen ziehen das Wasser zum Schutz in die Wurzeln zurück und stehen am Abend meist wieder knackig da!
Zum sparsamen, sinnvollen und verantwortlichen Umgang mit dem Wasser gehört neben o.g. Punkten auch, dass
jeder darauf achtet, die Wasserhähne am Wasserwagen sorgfältig zu schließen und beim Auffüllen der
Gießkannen dabei zu bleiben, damit sie nicht überlaufen.
Zum Reinigen von Gerät und Händen kann z.B. auch ein Eimer mit Wasser gefüllt werden, welches dann mehrmals
verwendet wird.
Wir möchten Euch alle bitten, gemeinsam darauf zu achten, dass kein Wasser sinnlos verschwendet wird.
Danke!!
Kleiner Tipp zum Gießen:                                                                                                     2019
Wichtig bei der Bewässerung ist die Regelmäßigkeit: Wenn man einmal anfängt sein Gemüse zu gießen, sollte man
es regelmäßig gießen, da die Pflanzenwurzeln sich auf das Gießwasser verlassen und deswegen keine über-
mäßigen Anstrengungen unternehmen, selber in größere Tiefen zu wachsen, um noch vorhandene Bodenreserven
zu erschließen. 
Wenn man allerdings auf das Wurzelwachstum der Pflanzen vertraut und diese nur gießt, wenn sie offensichtlich
„schlapp“ sind und Wasser benötigen, wird man u. U. genau dieselbe Erntemengen erzielen, mit einer kleinen
Ernteverzögerung von einigen Tagen.
Also lieber sparsam gießen und die Pflanzen genau beobachten, ob sie wirklich Wasser brauchen!
Wenn man gießen möchte, sollte man dies abends tun: Dann haben die Pflanzen die ganze Nacht Zeit, sich mit Hilfe
des Wassers zu erholen. Nur wenn großer Schneckenandrang herrscht, kann es sinnvoller sein, erst früh morgens
zu gießen. Die Schnecken würden sich durch das Gießen am Abend angezogen fühlen, da sie die feuchte Kühle
sehr mögen. Bei Kohlrabi kann man mit regelmäßigem Gießen dem Platzen vorbeugen und Radieschen werden
milder, je mehr Wasser ihnen zu Verfügung steht. Bohnen und Erbsen brauchen zur Zeit der Schotenausbildung
nach der Blüte etwas mehr Wasser.
Quelle: “Kleines Handbuch der Gemüsekunde”
Mehr Informationen zum Bewässern und den Alternativen dazu gibt´s HIER.
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Die Hähne am Wasserwagen                                                                          11. Mai 2019
Die meisten GärtnerInnen stecken die Schläuche am Wasserwagen gerne auf die Hebel der Hähne. Uns ist
aufgefallen, dass die Hebel dabei versehentlich leicht in Richtung „offen“ gedrückt werden können und dann
langsam aber beständig Wasser ausläuft.
Um dies zu vermeiden möchten wir alle GärtnerInnen darum bitten, die Schläuche nach dem Schließen der
Hähne einfach hängen zu lassen. Danke :-)
Frostgefahr                                                                                                                        11. Mai 2019
Für die nächsten Tage ist noch einmal Bodenfrost vorhergesagt.
Wir empfehlen daher, empfindliche Pflanzen wie z.B. Zucchini, Kürbis, Gurken, Melonen, etc. entweder mit Vlies
abzudecken oder erst nach den Frosttagen einzupflanzen.
Um die Kartoffeln zu hacken und gleichzeitig die Dämme aufzuhäufeln, empfehlen wir folgendermaßen
vorzugehen:
Um unten am Damm lockere Erde zum Anhäufeln zu haben, zunächst zwischen zwei Dämmen mit der Hacke
die Erde auflockern (Bild 1). Dann die Dammflanke mit der scharfen Hacke von unten nach oben hacken und
dabei lockere Erde von unten mit hochziehen ( Bild 2+3). Dabei macht es den Kartoffelpflanzen nichts aus,
verschüttet zu werden, sie wachsen immer weiter ans Licht (Bild 4). Dann das Ganze von der anderen Seite
des Damms aus wiederholen (Bild 5). So kann in einem Arbeitsgang gehackt und gehäufelt werden.
Kartoffel hacken                                                                                              17. Mai 2019
Die Kartoffel sind mittlerweile überall aufgelaufen. Nun sollten die Kartoffeldämme wegen des hohen
Unkrautdrucks möglichst bald gehackt werden.
Und so schauen die
Kartoffelpflanzen aus:
Die Dammkrone (also zwischen den Kartoffelpflanzen = “in der Reihe” ), wo die Hacke nicht hinkommt, sollte
dann im Verlauf ab und zu gejätet werden :-)
Bild 1
Bild 2
Bild 3
Bild 4
Bild 5
Um möglichst früh mit dem Hacken beginnen zu können,
empfehlen wir, sich “die Reihen frei zu legen”. Besonders auf den
Möhrenbeeten ist es oft schwierig, zwischen Kraut und Unkraut
zu unterscheiden. Dennoch ist es sehr wichtig, jetzt schon das
Unkraut durch Hacken zu bekämpfen (erhöhter Unkrautdruck).
Wenn man ganz flach über die Beete schaut, kann man die
meisten Reihen schon sehen und auch auf der Parzelle dann
wiederfinden. Um die Reihen zu markieren, kann man z.B. mit
einem “Glättspan” (im Bild; liegt im Bauwagen) oder mit einem
Messer o.Ä. auf beiden Seiten der Reihe die Erde wegkratzen.
Zwischen den so freigelegten Reihen kann man dann vorsichtig
(aber bequem) das erste Mal hacken.
Möhrenreihen freilegen                                                                                  17. Mai 2019
= hier sind die Möhrchen :-)
Übrigens: Die Kartoffelpflanzen, die in den Möhrenbeeten wachsen, sollten unbedingt beseitigt
werden. Man wird hier wohl keine vernünftigen Kartoffeln ernten können und die Möhren
werden im Wachstum behindert. Diese “Ausfallkartoffel” sind also eher als lästiges Unkraut zu
betrachten.
(Dass es dieses Jahr so viele Ausfallkartoffel gibt, liegt daran, dass die Kartoffeln in der letzten
Saison auf einigen Parzellen nicht sorgfältig genug geerntet worden sind. :-) )
Hacken die Zweite...                                                                                                     17. Mai 2019
Wie in den vorangegangenen Beiträgen angesprochen, ist das Hacken in den Gemüsekulturen momentan die
wichtigste Pflegemaßnahme.
Gerade die ersten Tage und Wochen sind hier entscheidend für den späteren Erfolg!!
Der Unkrautrasen, der sich momentan auf nahezu allen Parzellen ausbreitet, kann am besten durch sofortiges 
Hacken bekämpft werden, solange sich die Unkräuter noch im Keimblattstadium befinden.
Später wird es immer schwieriger, Kraut von Unkraut zu unterscheiden. Außerdem macht es wesentlich mehr
Arbeit groß gewachsenes Unkraut zu beseitigen, als die Beete regelmäßig zu hacken.
Ausgehacktes Unkraut im Zwei- bis Vierblattstadium kann übrigens einfach liegen gelassen werden.
Es vertrocknet i.d.R. auf dem Beet.
Hier eine kleine Faustregel zum Hacken:
Wenn man noch kein Unkraut sieht, ist es Zeit zum Hacken.
Wenn das Unkraut sichtbar ist, ist es höchste Zeit.
Wenn man denkt, ich müsste mal wieder hacken, ist es oft schon “zu spät”.
Weitere Informationen zum Thema Unkraut finden Sie hier: