18.06.2026
Salat
Grundsätzlich erntet man Salate möglichst bevor sie schießen (in Blüte gehen). Wenn der Salat in der Mitte einen “Zapfen” treibt, also nicht kugelig sondern kegelförmig wird
(am besten mit der Hand fühlen), ist er kurz vor dem Schießen. Deshalb sollte man die Salate genauer beobachten und ggf. lieber kleinere Salate ernten als gar keine.
Der Eissalat hat meistens etwas
mehr Zeit bis zur Ernte. Er hat eine
etwas längere Entwicklungszeit,
geht erst spät in Blüte und kann
somit als letzte der Salatpflanzen
geerntet werden.
Den roten Batavia-Salat kann man
auch als Pflücksalat ernten (immer
die äußeren Blätter abzupfen)
oder man wartet, bis sich eine
große, kopfartige Rosette gebildet
hat und erntet ihn dann im Ganzen.
Wenn die Kopfsalate in der Mitte
schon eine feste Kugel bilden,
sollte man sie als ganzen Kopf
ernten. Dazu schneidet man sie
am Wurzelansatz (knapp über der
Erde) mit einem Messer ab oder
dreht sie, bis sie abbrechen.
21.05.2026
Kartoffel hacken
Um die Kartoffeln zu hacken und gleichzeitig die Dämme aufzuhäufeln, empfehlen wir
folgendermaßen vorzugehen:
Um unten am Damm lockere Erde zum Anhäufeln zu haben, zunächst zwischen zwei
Dämmen mit der Hacke die Erde auflockern (Bild 1). Dann die Dammflanke mit der
scharfen Hacke von unten nach oben hacken und dabei lockere Erde von unten mit
hochziehen ( Bild 2+3). Dabei macht es den Kartoffelpflanzen nichts aus, verschüttet zu
werden, sie wachsen immer weiter ans Licht (Bild 4). Dann das Ganze von der anderen
Seite des Damms aus wiederholen (Bild 5). So kann in einem Arbeitsgang gehackt und
gehäufelt werden.
Die Dammkrone (also zwischen den Kartoffelpflanzen = “in der Reihe” ), wo die Hacke
nicht hinkommt, sollte dann im Verlauf ab und zu gejätet werden :-)
2026
Hacken: die ultimative Pflegemaßnahme…
Mit dem Hacken sollte möglichst bald nach der Übergabe begonnen werden, wenn die Ansaaten auflaufen bzw. die Reihen auf den Beeten sichtbar sind und die Unkräuter sich noch
im 2-4 Blatt-Stadium befinden. Das Hacken dient aber nicht nur der Unkrautbekämpfung: “Einmal Hacken ist so gut wie einmal Gießen” ist z.B. ein gängiger Satz im Gemüsebau.
Durch das Auflockern der Oberfläche werden die Kapillaren zerstört, die beim Einsickern des Regen oder Gießwassers entstanden sind. So wird die Verdunstung verhindert und das
Wasser steht den Pflanzen länger zur Verfügung. Es empfielt sich daher nach einem Regen zu Hacken, sobald die Oberfläche trocken genug ist.
Durch die Belüftung wird ausserdem das Bodenleben aktiviert, so dass Nährstoffe mobilisiert werden.
Nicht zuletzt können manche Schädlinge im Zaum gehalten werden, z.B. die Möhrenfliege, die Ihre Eier zwischen den Reihen ablegt. Durch häufiges Hacken werden die Larven auf
ihrem Weg zur Möhre gestört.
Gerne zeigen wir euch bei den Feldterminen vor Ort, wie man mit den verschiedenen Hacken effizient, kräfte- und rückenschonend umgeht.
2026
Kleiner Tipp zum Gießen:
Wichtig bei der Bewässerung ist die Regelmäßigkeit: Wenn man einmal anfängt sein Gemüse zu gießen, sollte man es regelmäßig gießen, da die Pflanzenwurzeln sich auf das
Gießwasser verlassen und deswegen keine übermäßigen Anstrengungen unternehmen, selber in größere Tiefen zu wachsen, um noch vorhandene Bodenreserven zu erschließen.
Wenn man allerdings auf das Wurzelwachstum der Pflanzen vertraut und diese nur gießt, wenn sie offensichtlich „schlapp“ sind und Wasser benötigen, wird man u. U. genau
dieselbe Erntemengen erzielen, mit einer kleinen Ernteverzögerung von einigen Tagen.
Also lieber sparsam gießen und die Pflanzen genau beobachten, ob sie wirklich Wasser brauchen!
Wenn man gießen möchte, sollte man dies abends tun: Dann haben die Pflanzen die ganze Nacht Zeit, sich mit Hilfe des Wassers zu erholen. Nur wenn großer Schneckenandrang
herrscht, kann es sinnvoller sein, erst früh morgens zu gießen. Die Schnecken würden sich durch das Gießen am Abend angezogen fühlen, da sie die feuchte Kühle sehr mögen. Bei
Kohlrabi kann man mit regelmäßigem Gießen dem Platzen vorbeugen und Radieschen werden milder, je mehr Wasser ihnen zu Verfügung steht. Bohnen und Erbsen brauchen zur Zeit
der Schotenausbildung nach der Blüte etwas mehr Wasser.
Quelle: “Kleines Handbuch der Gemüsekunde”