Der Gemüse-Ticker....
Gemüsebau Peter von Dohlen    Zum Fuggerschloß 43    86199 Augsburg   Tel: 0163/920 89 86
Im Gemüse-Ticker stehen die jeweils aktuellsten Informationen an oberster Stelle. So wird im Verlauf der Saison eine Seite entstehen, auf der jeder nachschauen kann, wann das Gemüse erntereif ist oder welche Pflegemaßnahmen gerade angebracht sind. Auch generelle Tipps und Tricks finden sich dann im Verlauf, es lohnt sich daher immer mal wieder reinzuschauen ....:-) Natürlich gibt es zwischen den verschiedenen SelbstErnte-Standorten aufgrund der Bodenbeschaffenheit und Witterung Unterschiede bei der Entwicklung der Gemüsekulturen. Deshalb sollte jede/r prüfen, ob die beschriebenen Anzeichen der Unkrautentwicklung oder Erntereife beim Gemüse auf der eigenen Parzelle schon zutreffen! Der Gemüse-Ticker kann und soll aber nicht das persönliche Gespräch ersetzen. Die aktuellen Feldtermine finden Sie HIER.
DE-ÖKO-006
2026 Hacken, die ultimative Pflegemaßnahme... Mit dem Hacken sollte möglichst bald nach der Übergabe begonnen werden, wenn die Ansaaten auflaufen bzw. die Reihen auf den Beeten sichtbar sind und die Unkräuter sich noch im 2-4 Blatt-Stadium befinden. Das Hacken dient aber nicht nur der Unkrautbekämpfung: “Einmal Hacken ist so gut wie einmal Gießen” ist z.B. ein gängiger Satz im Gemüsebau. Durch das Auflockern der Oberfläche werden die Kapillaren zerstört, die beim Einsickern des Regen oder Gießwassers entstanden sind. So wird die Verdunstung verhindert und das Wasser steht den Pflanzen länger zur Verfügung. Es empfielt sich daher nach einem Regen zu Hacken, sobald die Oberfläche trocken genug ist. Durch die Belüftung wird ausserdem das Bodenleben aktiviert, so dass Nährstoffe mobilisiert werden. Nicht zuletzt können manche Schädlinge im Zaum gehalten werden, z.B. die Möhrenfliege, die Ihre Eier zwischen den Reihen ablegt. Durch häufiges Hacken werden die Larven auf ihrem Weg zur Möhre gestört. Gerne zeigen wir euch bei den Feldterminen vor Ort, wie man mit den verschiedenen Hacken effizient, kräfte- und rückenschonend umgeht.
2026 Ein paar Worte zum Umgang mit Wasser: Grundsätzlich ist zu sagen, dass man vor dem Gießen kontrollieren sollte, ob noch Feuchtigkeit im Boden vorhanden ist. Wenn in etwa 6 bis 10cm Tiefe der Boden noch feucht ist, ist ein Bewässern der Pflanzen nicht nötig! (Viel wichtiger ist hier das Hacken, damit die Feuchtigkeit im Boden bleibt.) Insbesondere Feldfrüchte, wie z.B. Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln, Rote Bete, Bohnen, Spinat, etc. , müssen i.d.R. nicht gegossen werden, sondern kommen mit dem Wasser aus, das vom Himmel fällt. Nur in ganz extremen, sehr heißen Trockenphasen, in denen ca. 2 Wochen gar kein Regen fällt und der Kontakt zum Bodenwasser ganz abreißt, kann ein Bewässern dieser Kulturen notwendig werden. Doch auch dann muss uns klar sein, dass das Gießen mit der Kanne immer nur eine Notversorgung der Pflanzen sein kann. Den Anschluss an das Bodenwasser können wir dadurch nicht wiederherstellen. Wer an einem warmen Tag gießt und sich einmal die Mühe macht nachzusehen, wird feststellen, dass das Wasser nur ca. 5-6cm eindringt. Es erreicht also niemals die Bodenschichten, aus denen sich gut angewachsene Pflanzen versorgen. Ausnahmen sind natürlich frische Pflanzungen oder Aussaaten, die noch nicht angewachsen oder aufgegangen sind und keine tieferen Wurzeln gebildet haben. Hier sollte man ein Auge darauf haben, dass stets genügend Wasser vorhanden ist, damit sie anwachsen. Um das Gießwasser möglichst lange im Boden zu halten, kann man z.B. die Beete abdecken (mit Vlies oder Lochfolie) oder die Erde zwischen den Pflanzen mit Ernterückständen oder Gras bedecken (mulchen). Wenn Pflanzen an besonders heißen Tagen die Blätter hängen lassen, ist dies noch kein Grund zur Besorgnis. Die Pflanzen ziehen das Wasser zum Schutz in die Wurzeln zurück und stehen am Abend meist wieder knackig da! Zum sparsamen, sinnvollen und verantwortlichen Umgang mit dem Wasser gehört neben o.g. Punkten auch, dass jeder darauf achtet, die Wasserhähne am Wasserwagen sorgfältig zu schließen und beim Auffüllen der Gießkannen dabei zu bleiben, damit sie nicht überlaufen. Zum Reinigen von Gerät und Händen kann z.B. auch ein Eimer mit Wasser gefüllt werden, welches dann mehrmals verwendet wird. Wir möchten Euch alle bitten, gemeinsam darauf zu achten, dass kein Wasser sinnlos verschwendet wird. Danke!! Mehr Informationen zum Bewässern und den Alternativen dazu gibt´s HIER.
2026 Kleiner Tipp zum Gießen: Wichtig bei der Bewässerung ist die Regelmäßigkeit: Wenn man einmal anfängt sein Gemüse zu gießen, sollte man es regelmäßig gießen, da die Pflanzenwurzeln sich auf das Gießwasser verlassen und deswegen keine übermäßigen Anstrengungen unternehmen, selber in größere Tiefen zu wachsen, um noch vorhandene Bodenreserven zu erschließen. Wenn man allerdings auf das Wurzelwachstum der Pflanzen vertraut und diese nur gießt, wenn sie offensichtlich „schlapp“ sind und Wasser benötigen, wird man u. U. genau dieselbe Erntemengen erzielen, mit einer kleinen Ernteverzögerung von einigen Tagen. Also lieber sparsam gießen und die Pflanzen genau beobachten, ob sie wirklich Wasser brauchen! Wenn man gießen möchte, sollte man dies abends tun: Dann haben die Pflanzen die ganze Nacht Zeit, sich mit Hilfe des Wassers zu erholen. Nur wenn großer Schneckenandrang herrscht, kann es sinnvoller sein, erst früh morgens zu gießen. Die Schnecken würden sich durch das Gießen am Abend angezogen fühlen, da sie die feuchte Kühle sehr mögen. Bei Kohlrabi kann man mit regelmäßigem Gießen dem Platzen vorbeugen und Radieschen werden milder, je mehr Wasser ihnen zu Verfügung steht. Bohnen und Erbsen brauchen zur Zeit der Schotenausbildung nach der Blüte etwas mehr Wasser. Quelle: “Kleines Handbuch der Gemüsekunde”
21.05.2026 Kartoffel hacken Um die Kartoffeln zu hacken und gleichzeitig die Dämme aufzuhäufeln, empfehlen wir folgendermaßen vorzugehen: Um unten am Damm lockere Erde zum Anhäufeln zu haben, zunächst zwischen zwei Dämmen mit der Hacke die Erde auflockern (Bild 1). Dann die Dammflanke mit der scharfen Hacke von unten nach oben hacken und dabei lockere Erde von unten mit hochziehen ( Bild 2+3). Dabei macht es den Kartoffelpflanzen nichts aus, verschüttet zu werden, sie wachsen immer weiter ans Licht (Bild 4). Dann das Ganze von der anderen Seite des Damms aus wiederholen (Bild 5). So kann in einem Arbeitsgang gehackt und gehäufelt werden. Die Dammkrone (also zwischen den Kartoffelpflanzen = “in der Reihe” ), wo die Hacke nicht hinkommt, sollte dann im Verlauf ab und zu gejätet werden :-)
Bild 1
Bild 2
Bild 3
Bild 4
Bild 5
Kartoffel
30.05.2026 Umgang mit der Hacke Zum Hacken kann die Rübenhacke (scharfes Blatt) oder die Garehacke (drei Zinken) verwendet werden. Die Rübenhacke wird in etwa zwei bis vier Zentimeter Tiefe mit einer fließenden Bewegung durch die Erde gezogen. Der Boden sollte trocken genug sein, so dass die Erde locker über das Hackmesser abläuft und nicht zu viel Erde an der Hacke haften bleibt. Ist der Boden noch zu feucht, um mit der Rübenhacke zu arbeiten, kann mit der Garehacke gelockert werden. Auch die wird einfach in einer fließenden Bewegung geführt. Mit den Zinken kann etwas tiefer gelockert werden. Auch zum Krümeln von scholliger Erde eignet sie sich gut. Wie zuvor schon erwähnt, ist Hacken momentan die wichtigste Pflegemaßnhme. Gerade die ersten Tage und Wochen sind hier entscheidend für den späteren Erfolg!! Weitere Informationen zum Thema Unkrautbekämpfung finden Sie hier: - Infoabend 2020 - Infoabend 2015
30.05.2026 Aussaaten / Möhren 2026 Trotz der widrigen Witterung der letzten Wochen sind nun doch ein paar Aussaaten auf den Feldern aufgegangen. Das Ergebnis wird wohl nicht ganz optimal sein... Aber immerhin haben es viele Bohnen, Erbsen, Zwiebeln, Radieschen, Rote Bete und auch der Spinat wenigstens zum Teil geschafft. Bei den Möhren wird es wahrscheinlich keinen nennenswerten Aufgang mehr geben, dazu war es einfach zu lange zu trocken. Wenn man noch Möhren nach säen möchte, sollte man Sorten mit einer kurzen Vegetationszeit von etwa 90 bis 120 Tagen auswählen. Unserer Erfahrung nach sind hier Möhren vom Typ Nantaise gut geeignet, da diese – je nach Sorte – auch gute Lagereigenschaften für den Winter mitbringen. Hier zwei Tipps: https://www.bingenheimersaatgut.de/de/bio-saatgut/gemuese/moehren/nantaise-2-milan-g286 https://www.bingenheimersaatgut.de/de/bio-saatgut/gemuese/moehren/dolciva-g660 Wenn man diese Anfang bis Mitte Juni aussät, kann man durchaus noch auf eine Ernte hoffen. Auch bei den meisten anderen Sorten ist es noch nicht zu spät, noch einmal nach zu legen. Wo Platz ist, können zum Beispiel Zuckerschoten(-erbsen) noch bis Ende Juni, Rote Bete bis Mitte Juni und Buschbohnen bis Anfang Juli ausgesät werden. Eine Übersicht über die spätesten Aussaattermine für verschiedene Gemüsekulturen findet Ihr hier auf unserer Website: https://www.biogemuese-augsburg.de/pdfs/Termine%20Nachfolger.pdf
die Reihe ist sauber gejätet und gewässert
die Pflänzchen vorsichtig mit der Wurzel aus der Erde ziehen
wo Lücken in der Reihe sind mit dem Finger ein Loch stechen...
...und die Pflanze einpflanzen; leicht andrücken.
Fertig :-)
So werden die Pflanzen gleichmäßig auf die Reihe verteilt. Der optimale Abstand ist ca. 5-8cm. Dass die Rote Bete so clusterartig aufgeht, liegt daran, dass es sich hier um so genannte Knäuelsamen handelt. Pro Korn können daher ca. 0 bis 5 Pflänzchen aufgehen. Auch Mangold und andere verwandte Arten bilden diese Art Samen.
06.06.2026 Rote Bete vereinzeln Um bei der Roten Bete gleichmäßig große Knollen zu bekommen, kann man die Pflänzchen in der Reihe vereinzeln. Dies sollte man in den nächsten Tagen machen, bevor die Pflanzen zu groß werden. Zum Vereinzeln sollte die Reihe sauber gejätet sein (damit man die Pflanzen auch gut sieht). Vorher ist es ratsam, die Erde gut zu wässern. Die empfindlichen Pflanzen lassen sich dann besser rausziehen und laufen nicht Gefahr, nach dem Umsetzten zu vertrocknen. Gut ist es deshalb auch, bei bedecktem Himmel, abends oder gleich bei Regenwetter zu vereinzeln.
06.06.2026 Kartoffelkäfer bekämpfen Heute habe ich die ersten Kartoffelkäfer und auch einige Gelege in Göggingen gefunden. Zur Bekämpfung dieses Schädlings ist - auf kleinen Flächen - immer noch das Absammeln die wirksamste Methode. Da die Käfer und die Larven sehr faul und träge sind, gelingt dies meistens gut und effektiv. Allerdings stellen sie sich gerne tot und lassen sich bei Berührung schnell auf die Erde fallen, wo man sie oft nur schwer wiederfindet. Wenn man Käfer / Larven gesammelt hat, bitte sofort unschädlich machen! (zerquetschen oder zerhacken). Wenn man Eier (Gelege) an der Unterseite der Kartoffelblätter findet, kann man die Blätter abknipsen und z.B. zwischen zwei Steinen zerreiben. Eine Bildanleitung zum effektiven Absammeln der Larven und Käfer findet Ihr hier… Wie immer werden wir auch dieses Jahr wieder ab Mitte Juni unsere Spritzmittel gegen die Käfer und die Braunfäule einsetzen. Gegen Altlarven und ausgewachsene Käfer hilft dies allerdings nur begrenzt. Sie stellen zwar vorübergehend ihre Fraßtätigkeit ein, sterben aber nicht ab. Bitte nach dem Umgang mit den Kartoffelpflanzen Hände waschen. Es könnten Reste vom Spritzmittel haften bleiben.
Käfer
Eier (Gelege)
Altlarven
06.06.2026 Neues Gemüse anpflanzen / Jungpflanzen selbst ziehen Wenn auf der Parzelle noch Platz ist oder auf einem Beet das vorhandene Gemüse abgeerntet ist, kann man dort auch wieder neues Gemüse anpflanzen. Dazu könnte man Jungpflanzen kaufen (bitte nur in Bio-Qualität!!) oder selber Jungpflanzen anziehen. Eine Bildanleitung zur Jungpflanzen-Anzucht haben wir für Euch HIER Auf den Parzellen bewährt hat sich z.B. auch die “Salatschule I” (im Bild). In einem Blumentopf sehr dicht ausgesäte Salatsamen auf der Fensterbank keimen lassen. Den Blumentopf dann wo Platz ist (z.B. hinter dem Tomatenhäuschen), zu dreiviertel in die Erde setzten und immer wieder Pflänzchen daraus auspikieren. So hat man ständig kleine Salatpflanzen um sie dahin zu setzten, wo gerade Platz auf der Parzelle ist.
Salatschule I
Salatschule II
Hier ein anderes Beispiel: am Beetrand einen Bereich markieren (mit Steinen o. Stöcken...) und verschiedene Salate dicht aussäen. Bei dieser Methode ist etwas mehr Fingerspitzengefühl gefragt, da im Freiland Witterung, Schädlinge und Unkraut eine größere Rolle spielen als bei der geschützten Anzucht auf dem Fensterbrett. Hat sich aber auch gut bewährt!
Für Gemüse wie z.B. Salat, Brokkoli, Kohlrabi, Chinakohl, Stangenbohnen etc. empfehlen wir die Voranzucht von Jungpflanzen. Andere Sorten wie z.B. Radieschen, Rucola, Buschbohnen, Feldsalat, Spinat etc. können direkt auf das Beet gesät werden. Infos zum Zeitpunkt für Aussaat und Pflanzung der verschiedenen Gemüsekulturen haben wir in diesen Tabellen für Euch zusammengestellt: Kulturdaten Gemüse Späteste Aussaattermine
06.06.2026 Jätefaust Hier möchte ich euch ein wirklich nützliches Werkzeug vorstellen: die Jätefaust. Wir benutzen die schon seit mehreren Jahren zum Jäten bei den Möhren, Zwiebeln, Rote Bete, Radieschen etc. Es hat sich gezeigt, dass das Jäten tatsächlich ca. 10 mal schneller geht, als rein von Hand. Man kommt mit den verschieden breiten Dratbügeln ganz nah an die jungen Pflänzchen dran, ohne diese zu beschädigen. Auch zwischen den eng stehenden Pflanzen kann gut gejätet werden. Es gibt zahlreiche Anbieter im Internet, die Preisspanne liegt zwischen ca. 8 bis 14 Euro/Stück. Eines von vielen Videos zum Produkt findet ihr HIER… Eine Jätefaust habe ich für Euch zum Ausprobieren in das weiße Regal gelegt.
18.06.2026 Rankhilfe für die Erbsen Die Erbsen brauchen i.d.R. eine Rankhilfe wenn sie grösser werden. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Über schräg eingesteckte Reiser bis zum Karnickeldraht kann alles mögliche verwendet werden. Wichtig ist, dass die Erbsen etwas zum Festhalten haben. Am Anfang muss man ihnen noch etwas nachhelfen, später halten sie sich von selbst an der Rankhilfe fest. Hier ein paar Beispiele von den Parzellen:
18.06.2026 Radieschen Radieschen sollten möglichst jung geerntet werden. Auch wenn die Blätter noch sehr unscheinbar wirken, können doch schon schöne Radieschen erntefähig sein. Wenn man mit dem Finger unter den Blättern die Erde ein wenig wegschiebt, kann man die erntereifen Radieschen sehen. Neue Radieschen kann man noch die ganze Saison aussäen. Spätester Aussaat-Termin ist die zweite Augusthälfte.
18.06.2026 Salat
Grundsätzlich erntet man Salate möglichst bevor sie schießen (in Blüte gehen). Wenn der Salat in der Mitte einen “Zapfen” treibt, also nicht kugelig sondern kegelförmig wird (am besten mit der Hand fühlen), ist er kurz vor dem Schießen. Deshalb sollte man die Salate genauer beobachten und ggf. lieber kleinere Salate ernten als gar keine.
Wenn die Kopfsalate in der Mitte schon eine feste Kugel bilden, sollte man sie als ganzen Kopf ernten. Dazu schneidet man sie am Wurzelansatz (knapp über der Erde) mit einem Messer ab oder dreht sie, bis sie abbrechen.
Den roten Batavia-Salat kann man auch als Pflücksalat ernten (immer die äußeren Blätter abzupfen) oder man wartet, bis sich eine große, kopfartige Rosette gebildet hat und erntet ihn dann im Ganzen.
Der Eissalat hat meistens etwas mehr Zeit bis zur Ernte. Er hat eine etwas längere Entwicklungszeit, geht erst spät in Blüte und kann somit als letzte der Salatpflanzen geerntet werden.
18.06.2026 Tomaten ausgeizen Um Tomaten erfolgreich aufzuleiten, sollten regelmässig (ca. wöchentlich) die Seitentriebe, die aus den Blattachseln wachsen, entfernt werden (ausgeizen). Die Pflanze steckt dann mehr Energie in den Haupttrieb und dessen Fruchtstände, ein “Verbuschen” der Tomate wird verhindert. Eine kurze Bildanleitung von uns gibts HIER... Viele Sorten neigen auch zur Bestockung ganz unten am Stamm. Auch diese Triebe sollten entfernt werden. Hier noch eines (von vielen!!) Videos zum Thema bei YouTube
18.06.2026 Zucchini Auf einigen Parzellen habe ich heute schon die ersten erntereifen Zucchini gesehen. Idealerweise werden die Früchte mit einer Länge von etwa 15-25cm geerntet. Zwischen der optimalen Erntegröße und dem “Monster-Stadium” liegen im Sommer meist nur etwa 1-3 Tage :-) Zur Ernte den Stiel am besten mit einem Messer durchschneiden (im Bild). Wenn die Zucchini regelmäßig abgeerntet werden, regt das die Pflanze zur weiteren Fruchtbildung an. Möchte man also gerne viele Zucchini ernten, sollte man die Pflanze kontinuierlich nach neuen Früchten absuchen und auch die eher unansehnlichen Exemplare ernten. Dann wachsen schneller wieder schöne Früchte nach.
18.06.2026 Spinat Wie alle Aussaten hat es der Spinat dieses Jahr aufgrund der Witterung schwer gehabt überhaupt zu keimen. Dort, wo Spinat gewachsen ist, ist er größtenteils erntefähig. Dabei freut mich besonders die neue Sorte „Gammason“, die - wie in der Sortenbeschreibung angegeben - erst spät in Blüte geht und daher auch jetzt noch beerntbar ist. Mit der Ernte sollte man trotzdem nicht zu lange warten: Wenn der Spinat in der Mitte bereits Blütenstängel treibt (im Bild) ist es höchste Zeit! Er wird zwar nicht giftig, wenn die Blütenstängel grösser werden, schmeckt aber nicht mehr so gut. Zur Ernte schneidet man die Pflanzen knapp unter der Erdoberfläche an der Wurzel ab, so dass die Blätter zusammen bleiben. Mögliche Nachfolger für den Spinat könnten z.B. sein: Salat, Radieschen, Fenchel, Kohlrabi, Buschbohnen, Rote Bete... Neuen Spinat sät man am besten ab Mitte August auf freien Flächen aus. Er braucht keinen zusätzlichen Dünger und eignet sich daher für alle frei werdenden Beete sehr gut als Nachfrucht für die Ernte ab Mitte September.
Blütenstängel
Spinat bald erntefähig
18.06.2026 Kohlrabi In der Regel sind Kohlrabi erntefähig, wenn sie einen Durchmesser von etwa 8cm erreicht haben. Stehen die Kohlrabi zu lange auf dem Beet, werden die Knollen schnell holzig (also lieber kleinere Kohlrabi ernten, als holzige…:-) Zur Ernte die Knolle am besten mit Wurzel aus der Erde ziehen und mit einer Gartenschere die Wurzel und die groben Blätter abschneiden. Die Blätter können als Mulchmaterial auf den Beeten liegen bleiben. Schöne saftige, grüne Blätter und Stängel können beim Zubereiten auch mit verwendet werden. Neue Kohlrabi können noch bis Ende Juli / Anfang August ausgepflanzt werden. Wenn die Kohlrabi bei warmen Wetter oder nach anhaltender Trockenheit plötzlich viel Regen bekommen, platzen die Knollen oft auf. Geplatzte (oder verschorfte) Exemplare können natürlich genauso verwendet werden, wie schöne runde. Sie sehen halt nicht so schön aus. Da sich aber schneller Fäulnis oder Schädlinge in ihnen ausbreiten können, sollte man ggf. die geplatzten zuerst ernten und verarbeiten. (Einfach die schadhaften Stellen abschälen oder ausschneiden.)
06.07.2026 Kleines Handbuch der Gemüsekunde Wie jedes Jahr möchte ich euch allen hier noch einmal das „Kleine Hanbuch der Gemüsekunde“ wärmstens empfehlen. Darin findet Ihr zu fast allen Kulturen bei der GSE Infos über Anbau, Ernte, Inhaltsstoffe, Verarbeitung und Lagerung. Es wurde herausgegeben von der Uni Kassel, die das erste GemüseSelbstErnte Projekt in Deutschland ins Leben gerufen hat. Hier der Link zum Handbuch als PDF...
06.07.2026 Brokkoli Auf vielen Parzellen schiebt der Brokkoli schon schöne Blüten. Daher sollte der Brokkoli in den nächsten Tagen gut beobachtet werden, ob er schon geerntet werden kann. Beim Brokkoli wird die Hauptblüte geerntet, wenn sie schön groß aber noch grün ist. Die Kohlpflanze kann stehen bleiben, damit auch von den nachwachsenden Seitentrieben die kleineren Blütenköpfe geerntet werden können. So kann man bis in den Herbst immer wieder Brokkoli ernten. Brokkoli sollte geerntet werden, bevor sich die Blütenknospen öffnen und er nicht mehr genießbar ist. Daher lieber kleine Brokkoli ernten, als gar keine… :-)
06.07.2026 Mangold Man erntet am besten immer die großen, äußeren Blätter, so dass die Pflanze aus der Mitte heraus immer wieder nachwächst. So kann der Mangold den ganzen Sommer über geerntet werden. Die Blätter zur Ernte ganz unten aus der Staude herausbrechen. Wenn man die Stiele höher abbricht oder abschneidet, bildet sich leicht Fäulnis. Unschöne, gelblich verfärbte oder stark von Läusen befallene Blätter kann man auf die gleiche Weise ausbrechen und entsorgen. Die Pflanze wächst - wie gesagt - immer wieder nach. Zubereitet wird der Mangold gerne ähnlich wie Spinat. Die Stiele der Blätter können allerdings sehr gut mit verwendet werden. Entweder zusammen mit den Blättern oder auch einzeln, ähnlich wie Spargel. Mein liebstes Mangold-Gericht: Lasagne mit Mangold und Zucchini. :-)
21.05.2026 Kartoffel hacken Um die Kartoffeln zu hacken und gleichzeitig die Dämme aufzuhäufeln, empfehlen wir folgendermaßen vorzugehen: Um unten am Damm lockere Erde zum Anhäufeln zu haben, zunächst zwischen zwei Dämmen mit der Hacke die Erde auflockern (Bild 1). Dann die Dammflanke mit der scharfen Hacke von unten nach oben hacken und dabei lockere Erde von unten mit hochziehen ( Bild 2+3). Dabei macht es den Kartoffelpflanzen nichts aus, verschüttet zu werden, sie wachsen immer weiter ans Licht (Bild 4). Dann das Ganze von der anderen Seite des Damms aus wiederholen (Bild 5). So kann in einem Arbeitsgang gehackt und gehäufelt werden. Die Dammkrone (also zwischen den Kartoffelpflanzen = “in der Reihe” ), wo die Hacke nicht hinkommt, sollte dann im Verlauf ab und zu gejätet werden :-)
Bild 1
Bild 2
Bild 3
Bild 4
Bild 5
Kartoffel
30.05.2026 Umgang mit der Hacke Zum Hacken kann die Rübenhacke (scharfes Blatt) oder die Garehacke (drei Zinken) verwendet werden. Die Rübenhacke wird in etwa zwei bis vier Zentimeter Tiefe mit einer fließenden Bewegung durch die Erde gezogen. Der Boden sollte trocken genug sein, so dass die Erde locker über das Hackmesser abläuft und nicht zu viel Erde an der Hacke haften bleibt. Ist der Boden noch zu feucht, um mit der Rübenhacke zu arbeiten, kann mit der Garehacke gelockert werden. Auch die wird einfach in einer fließenden Bewegung geführt. Mit den Zinken kann etwas tiefer gelockert werden. Auch zum Krümeln von scholliger Erde eignet sie sich gut. Wie zuvor schon erwähnt, ist Hacken momentan die wichtigste Pflegemaßnhme. Gerade die ersten Tage und Wochen sind hier entscheidend für den späteren Erfolg!! Weitere Informationen zum Thema Unkrautbekämpfung finden Sie hier: - Infoabend 2020 - Infoabend 2015
30.05.2026 Aussaaten / Möhren 2026 Trotz der widrigen Witterung der letzten Wochen sind nun doch ein paar Aussaaten auf den Feldern aufgegangen. Das Ergebnis wird wohl nicht ganz optimal sein... Aber immerhin haben es viele Bohnen, Erbsen, Zwiebeln, Radieschen, Rote Bete und auch der Spinat wenigstens zum Teil geschafft. Bei den Möhren wird es wahrscheinlich keinen nennenswerten Aufgang mehr geben, dazu war es einfach zu lange zu trocken. Wenn man noch Möhren nach säen möchte, sollte man Sorten mit einer kurzen Vegetationszeit von etwa 90 bis 120 Tagen auswählen. Unserer Erfahrung nach sind hier Möhren vom Typ Nantaise gut geeignet, da diese – je nach Sorte – auch gute Lagereigenschaften für den Winter mitbringen. Hier zwei Tipps: https://www.bingenheimersaatgut.de/de/bio- saatgut/gemuese/moehren/nantaise-2-milan-g286 https://www.bingenheimersaatgut.de/de/bio- saatgut/gemuese/moehren/dolciva-g660 Wenn man diese Anfang bis Mitte Juni aussät, kann man durchaus noch auf eine Ernte hoffen. Auch bei den meisten anderen Sorten ist es noch nicht zu spät, noch einmal nach zu legen. Wo Platz ist, können zum Beispiel Zuckerschoten(-erbsen) noch bis Ende Juni, Rote Bete bis Mitte Juni und Buschbohnen bis Anfang Juli ausgesät werden. Eine Übersicht über die spätesten Aussaattermine für verschiedene Gemüsekulturen findet Ihr hier auf unserer Website: https://www.biogemuese- augsburg.de/pdfs/Termine%20Nachfolger.pdf
06.06.2026 Kartoffelkäfer bekämpfen Heute habe ich die ersten Kartoffelkäfer und auch einige Gelege in Göggingen gefunden. Zur Bekämpfung dieses Schädlings ist - auf kleinen Flächen - immer noch das Absammeln die wirksamste Methode. Da die Käfer und die Larven sehr faul und träge sind, gelingt dies meistens gut und effektiv. Allerdings stellen sie sich gerne tot und lassen sich bei Berührung schnell auf die Erde fallen, wo man sie oft nur schwer wiederfindet. Wenn man Käfer / Larven gesammelt hat, bitte sofort unschädlich machen! (zerquetschen oder zerhacken). Wenn man Eier (Gelege) an der Unterseite der Kartoffelblätter findet, kann man die Blätter abknipsen und z.B. zwischen zwei Steinen zerreiben. Eine Bildanleitung zum effektiven Absammeln der Larven und Käfer findet Ihr hier… Wie immer werden wir auch dieses Jahr wieder ab Mitte Juni unsere Spritzmittel gegen die Käfer und die Braunfäule einsetzen. Gegen Altlarven und ausgewachsene Käfer hilft dies allerdings nur begrenzt. Sie stellen zwar vorübergehend ihre Fraßtätigkeit ein, sterben aber nicht ab. Bitte nach dem Umgang mit den Kartoffelpflanzen Hände waschen. Es könnten Reste vom Spritzmittel haften bleiben.
Käfer Eier (Gelege) Altlarven
die Reihe ist sauber gejätet und gewässert
die Pflänzchen vorsichtig mit der Wurzel aus der Erde ziehen
wo Lücken in der Reihe sind mit dem Finger ein Loch stechen...
...und die Pflanze einpflanzen; leicht andrücken.
So werden die Pflanzen gleichmäßig auf die Reihe verteilt. Der optimale Abstand ist ca. 5-8cm. Dass die Rote Bete so clusterartig aufgeht, liegt daran, dass es sich hier um so genannte Knäuelsamen handelt. Pro Korn können daher ca. 0 bis 5 Pflänzchen aufgehen. Auch Mangold und andere verwandte Arten bilden diese Art Samen.
06.06.2026 Rote Bete vereinzeln Um bei der Roten Bete gleichmäßig große Knollen zu bekommen, kann man die Pflänzchen in der Reihe vereinzeln. Dies sollte man in den nächsten Tagen machen, bevor die Pflanzen zu groß werden. Zum Vereinzeln sollte die Reihe sauber gejätet sein (damit man die Pflanzen auch gut sieht). Vorher ist es ratsam, die Erde gut zu wässern. Die empfindlichen Pflanzen lassen sich dann besser rausziehen und laufen nicht Gefahr, nach dem Umsetzten zu vertrocknen. Gut ist es deshalb auch, bei bedecktem Himmel, abends oder gleich bei Regenwetter zu vereinzeln.
06.06.2026 Neues Gemüse anpflanzen / Jungpflanzen selbst ziehen Wenn auf der Parzelle noch Platz ist oder auf einem Beet das vorhandene Gemüse abgeerntet ist, kann man dort auch wieder neues Gemüse anpflanzen. Dazu könnte man Jungpflanzen kaufen (bitte nur in Bio-Qualität!!) oder selber Jungpflanzen anziehen. Eine Bildanleitung zur Jungpflanzen-Anzucht haben wir für Euch HIER Auf den Parzellen bewährt hat sich z.B. auch die “Salatschule I” (im Bild). In einem Blumentopf sehr dicht ausgesäte Salatsamen auf der Fensterbank keimen lassen. Den Blumentopf dann wo Platz ist (z.B. hinter dem Tomatenhäuschen), zu dreiviertel in die Erde setzten und immer wieder Pflänzchen daraus auspikieren. So hat man ständig kleine Salatpflanzen um sie dahin zu setzten, wo gerade Platz auf der Parzelle ist.
Salatschule I
Salatschule II
Hier ein anderes Beispiel: am Beetrand einen Bereich markieren (mit Steinen o. Stöcken...) und verschiedene Salate dicht aussäen. Bei dieser Methode ist etwas mehr Fingerspitzengefühl gefragt, da im Freiland Witterung, Schädlinge und Unkraut eine größere Rolle spielen als bei der geschützten Anzucht auf dem Fensterbrett. Hat sich aber auch gut bewährt!
Für Gemüse wie z.B. Salat, Brokkoli, Kohlrabi, Chinakohl, Stangenbohnen etc. empfehlen wir die Voranzucht von Jungpflanzen. Andere Sorten wie z.B. Radieschen, Rucola, Buschbohnen, Feldsalat, Spinat etc. können direkt auf das Beet gesät werden. Infos zum Zeitpunkt für Aussaat und Pflanzung der verschiedenen Gemüsekulturen haben wir in diesen Tabellen für Euch zusammengestellt: Kulturdaten Gemüse Späteste Aussaattermine
18.06.2026 Spinat Wie alle Aussaten hat es der Spinat dieses Jahr aufgrund der Witterung schwer gehabt überhaupt zu keimen. Dort, wo Spinat gewachsen ist, ist er größtenteils erntefähig. Dabei freut mich besonders die neue Sorte „Gammason“, die - wie in der Sortenbeschreibung angegeben - erst spät in Blüte geht und daher auch jetzt noch beerntbar ist. Mit der Ernte sollte man trotzdem nicht zu lange warten: Wenn der Spinat in der Mitte bereits Blütenstängel treibt (im Bild) ist es höchste Zeit! Er wird zwar nicht giftig, wenn die Blütenstängel grösser werden, schmeckt aber nicht mehr so gut. Zur Ernte schneidet man die Pflanzen knapp unter der Erdoberfläche an der Wurzel ab, so dass die Blätter zusammen bleiben. Mögliche Nachfolger für den Spinat könnten z.B. sein: Salat, Radieschen, Fenchel, Kohlrabi, Buschbohnen, Rote Bete... Neuen Spinat sät man am besten ab Mitte August auf freien Flächen aus. Er braucht keinen zusätzlichen Dünger und eignet sich daher für alle frei werdenden Beete sehr gut als Nachfrucht für die Ernte ab Mitte September.
Blütenstängel
Spinat bald erntefähig
18.06.2026 Zucchini Auf einigen Parzellen habe ich heute schon die ersten erntereifen Zucchini gesehen. Idealerweise werden die Früchte mit einer Länge von etwa 15-25cm geerntet. Zwischen der optimalen Erntegröße und dem “Monster- Stadium” liegen im Sommer meist nur etwa 1-3 Tage :-) Zur Ernte den Stiel am besten mit einem Messer durchschneiden (im Bild). Wenn die Zucchini regelmäßig abgeerntet werden, regt das die Pflanze zur weiteren Fruchtbildung an. Möchte man also gerne viele Zucchini ernten, sollte man die Pflanze kontinuierlich nach neuen Früchten absuchen und auch die eher unansehnlichen Exemplare ernten. Dann wachsen schneller wieder schöne Früchte nach.
18.06.2026 Salat
Grundsätzlich erntet man Salate möglichst bevor sie schießen (in Blüte gehen). Wenn der Salat in der Mitte einen “Zapfen” treibt, also nicht kugelig sondern kegelförmig wird (am besten mit der Hand fühlen), ist er kurz vor dem Schießen. Deshalb sollte man die Salate genauer beobachten und ggf. lieber kleinere Salate ernten als gar keine.
Wenn die Kopfsalate in der Mitte schon eine feste Kugel bilden, sollte man sie als ganzen Kopf ernten. Dazu schneidet man sie am Wurzelansatz (knapp über der Erde) mit einem Messer ab oder dreht sie, bis sie abbrechen.
Den roten Batavia-Salat kann man auch als Pflücksalat ernten (immer die äußeren Blätter abzupfen) oder man wartet, bis sich eine große, kopfartige Rosette gebildet hat und erntet ihn dann im Ganzen.
Der Eissalat hat meistens etwas mehr Zeit bis zur Ernte. Er hat eine etwas längere Entwicklungszeit, geht erst spät in Blüte und kann somit als letzte der Salatpflanzen geerntet werden.
18.06.2026 Kohlrabi In der Regel sind Kohlrabi erntefähig, wenn sie einen Durchmesser von etwa 8cm erreicht haben. Stehen die Kohlrabi zu lange auf dem Beet, werden die Knollen schnell holzig (also lieber kleinere Kohlrabi ernten, als holzige…:-) Zur Ernte die Knolle am besten mit Wurzel aus der Erde ziehen und mit einer Gartenschere die Wurzel und die groben Blätter abschneiden. Die Blätter können als Mulchmaterial auf den Beeten liegen bleiben. Schöne saftige, grüne Blätter und Stängel können beim Zubereiten auch mit verwendet werden. Neue Kohlrabi können noch bis Ende Juli / Anfang August ausgepflanzt werden. Wenn die Kohlrabi bei warmen Wetter oder nach anhaltender Trockenheit plötzlich viel Regen bekommen, platzen die Knollen oft auf. Geplatzte (oder verschorfte) Exemplare können natürlich genauso verwendet werden, wie schöne runde. Sie sehen halt nicht so schön aus. Da sich aber schneller Fäulnis oder Schädlinge in ihnen ausbreiten können, sollte man ggf. die geplatzten zuerst ernten und verarbeiten. (Einfach die schadhaften Stellen abschälen oder ausschneiden.)
18.06.2026 Tomaten ausgeizen Um Tomaten erfolgreich aufzuleiten, sollten regelmässig (ca. wöchentlich) die Seitentriebe, die aus den Blattachseln wachsen, entfernt werden (ausgeizen). Die Pflanze steckt dann mehr Energie in den Haupttrieb und dessen Fruchtstände, ein “Verbuschen” der Tomate wird verhindert. Eine kurze Bildanleitung von uns gibts HIER... Viele Sorten neigen auch zur Bestockung ganz unten am Stamm. Auch diese Triebe sollten entfernt werden. Hier noch eines (von vielen!!) Videos zum Thema bei YouTube
18.06.2026 Rankhilfe für die Erbsen Die Erbsen brauchen i.d.R. eine Rankhilfe wenn sie grösser werden. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Über schräg eingesteckte Reiser bis zum Karnickeldraht kann alles mögliche verwendet werden. Wichtig ist, dass die Erbsen etwas zum Festhalten haben. Am Anfang muss man ihnen noch etwas nachhelfen, später halten sie sich von selbst an der Rankhilfe fest. Hier ein paar Beispiele von den Parzellen:
18.06.2026 Radieschen Radieschen sollten möglichst jung geerntet werden. Auch wenn die Blätter noch sehr unscheinbar wirken, können doch schon schöne Radieschen erntefähig sein. Wenn man mit dem Finger unter den Blättern die Erde ein wenig wegschiebt, kann man die erntereifen Radieschen sehen. Neue Radieschen kann man noch die ganze Saison aussäen. Spätester Aussaat-Termin ist die zweite Augusthälfte.
06.07.2026 Kleines Handbuch der Gemüsekunde Wie jedes Jahr möchte ich euch allen hier noch einmal das „Kleine Hanbuch der Gemüsekunde“ wärmstens empfehlen. Darin findet Ihr zu fast allen Kulturen bei der GSE Infos über Anbau, Ernte, Inhaltsstoffe, Verarbeitung und Lagerung. Es wurde herausgegeben von der Uni Kassel, die das erste GemüseSelbstErnte Projekt in Deutschland ins Leben gerufen hat. Hier der Link zum Handbuch als PDF...
06.07.2026 Mangold Man erntet am besten immer die großen, äußeren Blätter, so dass die Pflanze aus der Mitte heraus immer wieder nachwächst. So kann der Mangold den ganzen Sommer über geerntet werden. Die Blätter zur Ernte ganz unten aus der Staude herausbrechen. Wenn man die Stiele höher abbricht oder abschneidet, bildet sich leicht Fäulnis. Unschöne, gelblich verfärbte oder stark von Läusen befallene Blätter kann man auf die gleiche Weise ausbrechen und entsorgen. Die Pflanze wächst - wie gesagt - immer wieder nach. Zubereitet wird der Mangold gerne ähnlich wie Spinat. Die Stiele der Blätter können allerdings sehr gut mit verwendet werden. Entweder zusammen mit den Blättern oder auch einzeln, ähnlich wie Spargel. Mein liebstes Mangold-Gericht: Lasagne mit Mangold und Zucchini. :-)
06.07.2026 Brokkoli Auf vielen Parzellen schiebt der Brokkoli schon schöne Blüten. Daher sollte der Brokkoli in den nächsten Tagen gut beobachtet werden, ob er schon geerntet werden kann. Beim Brokkoli wird die Hauptblüte geerntet, wenn sie schön groß aber noch grün ist. Die Kohlpflanze kann stehen bleiben, damit auch von den nachwachsenden Seitentrieben die kleineren Blütenköpfe geerntet werden können. So kann man bis in den Herbst immer wieder Brokkoli ernten. Brokkoli sollte geerntet werden, bevor sich die Blütenknospen öffnen und er nicht mehr genießbar ist. Daher lieber kleine Brokkoli ernten, als gar keine… :-)
Gemüsebau Peter von Dohlen    Zum Fuggerschloß 43    86199 Augsburg   Tel: 0163/920 89 86 DE-ÖKO-006
Der Gemüse-Ticker....
Im Gemüse-Ticker stehen die jeweils aktuellsten Informationen an oberster Stelle. So wird im Verlauf der Saison eine Seite entstehen, auf der jeder nachschauen kann, wann das Gemüse erntereif ist oder welche Pflegemaßnahmen gerade angebracht sind. Auch generelle Tipps und Tricks finden sich dann im Verlauf, es lohnt sich daher immer mal wieder reinzuschauen ....:-) Natürlich gibt es zwischen den verschiedenen SelbstErnte-Standorten aufgrund der Bodenbeschaffenheit und Witterung Unterschiede bei der Entwicklung der Gemüsekulturen. Deshalb sollte jede/r prüfen, ob die beschriebenen Anzeichen der Unkrautentwicklung oder Erntereife beim Gemüse auf der eigenen Parzelle schon zutreffen! Der Gemüse-Ticker kann und soll aber nicht das persönliche Gespräch ersetzen. Die aktuellen Feldtermine finden Sie HIER.
2026 Hacken, die ultimative Pflegemaßnahme... Mit dem Hacken sollte möglichst bald nach der Übergabe begonnen werden, wenn die Ansaaten auflaufen bzw. die Reihen auf den Beeten sichtbar sind und die Unkräuter sich noch im 2-4 Blatt-Stadium befinden. Das Hacken dient aber nicht nur der Unkrautbekämpfung: “Einmal Hacken ist so gut wie einmal Gießen” ist z.B. ein gängiger Satz im Gemüsebau. Durch das Auflockern der Oberfläche werden die Kapillaren zerstört, die beim Einsickern des Regen oder Gießwassers entstanden sind. So wird die Verdunstung verhindert und das Wasser steht den Pflanzen länger zur Verfügung. Es empfielt sich daher nach einem Regen zu Hacken, sobald die Oberfläche trocken genug ist. Durch die Belüftung wird ausserdem das Bodenleben aktiviert, so dass Nährstoffe mobilisiert werden. Nicht zuletzt können manche Schädlinge im Zaum gehalten werden, z.B. die Möhrenfliege, die Ihre Eier zwischen den Reihen ablegt. Durch häufiges Hacken werden die Larven auf ihrem Weg zur Möhre gestört. Gerne zeigen wir euch bei den Feldterminen vor Ort, wie man mit den verschiedenen Hacken effizient, kräfte- und rückenschonend umgeht.
2026 Ein paar Worte zum Umgang mit Wasser: Grundsätzlich ist zu sagen, dass man vor dem Gießen kontrollieren sollte, ob noch Feuchtigkeit im Boden vorhanden ist. Wenn in etwa 6 bis 10cm Tiefe der Boden noch feucht ist, ist ein Bewässern der Pflanzen nicht nötig! (Viel wichtiger ist hier das Hacken, damit die Feuchtigkeit im Boden bleibt.) Insbesondere Feldfrüchte, wie z.B. Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln, Rote Bete, Bohnen, Spinat, etc. , müssen i.d.R. nicht gegossen werden, sondern kommen mit dem Wasser aus, das vom Himmel fällt. Nur in ganz extremen, sehr heißen Trockenphasen, in denen ca. 2 Wochen gar kein Regen fällt und der Kontakt zum Bodenwasser ganz abreißt, kann ein Bewässern dieser Kulturen notwendig werden. Doch auch dann muss uns klar sein, dass das Gießen mit der Kanne immer nur eine Notversorgung der Pflanzen sein kann. Den Anschluss an das Bodenwasser können wir dadurch nicht wiederherstellen. Wer an einem warmen Tag gießt und sich einmal die Mühe macht nachzusehen, wird feststellen, dass das Wasser nur ca. 5-6cm eindringt. Es erreicht also niemals die Bodenschichten, aus denen sich gut angewachsene Pflanzen versorgen. Ausnahmen sind natürlich frische Pflanzungen oder Aussaaten, die noch nicht angewachsen oder aufgegangen sind und keine tieferen Wurzeln gebildet haben. Hier sollte man ein Auge darauf haben, dass stets genügend Wasser vorhanden ist, damit sie anwachsen. Um das Gießwasser möglichst lange im Boden zu halten, kann man z.B. die Beete abdecken (mit Vlies oder Lochfolie) oder die Erde zwischen den Pflanzen mit Ernterückständen oder Gras bedecken (mulchen). Wenn Pflanzen an besonders heißen Tagen die Blätter hängen lassen, ist dies noch kein Grund zur Besorgnis. Die Pflanzen ziehen das Wasser zum Schutz in die Wurzeln zurück und stehen am Abend meist wieder knackig da! Zum sparsamen, sinnvollen und verantwortlichen Umgang mit dem Wasser gehört neben o.g. Punkten auch, dass jeder darauf achtet, die Wasserhähne am Wasserwagen sorgfältig zu schließen und beim Auffüllen der Gießkannen dabei zu bleiben, damit sie nicht überlaufen. Zum Reinigen von Gerät und Händen kann z.B. auch ein Eimer mit Wasser gefüllt werden, welches dann mehrmals verwendet wird. Wir möchten Euch alle bitten, gemeinsam darauf zu achten, dass kein Wasser sinnlos verschwendet wird. Danke!! Mehr Informationen zum Bewässern und den Alternativen dazu gibt´s HIER.
2026 Kleiner Tipp zum Gießen: Wichtig bei der Bewässerung ist die Regelmäßigkeit: Wenn man einmal anfängt sein Gemüse zu gießen, sollte man es regelmäßig gießen, da die Pflanzenwurzeln sich auf das Gießwasser verlassen und deswegen keine übermäßigen Anstrengungen unternehmen, selber in größere Tiefen zu wachsen, um noch vorhandene Bodenreserven zu erschließen. Wenn man allerdings auf das Wurzelwachstum der Pflanzen vertraut und diese nur gießt, wenn sie offensichtlich „schlapp“ sind und Wasser benötigen, wird man u. U. genau dieselbe Erntemengen erzielen, mit einer kleinen Ernteverzögerung von einigen Tagen. Also      lieber      sparsam      gießen      und      die      Pflanzen      genau beobachten, ob sie wirklich Wasser brauchen! Wenn man gießen möchte, sollte man dies abends tun: Dann haben die Pflanzen die ganze Nacht Zeit, sich mit Hilfe des Wassers zu erholen. Nur wenn großer Schneckenandrang herrscht, kann es sinnvoller sein, erst früh morgens zu gießen. Die Schnecken würden sich durch das Gießen am Abend angezogen fühlen, da sie die feuchte Kühle sehr mögen. Bei Kohlrabi kann man mit regelmäßigem Gießen dem Platzen vorbeugen und Radieschen werden milder, je mehr Wasser ihnen zu Verfügung steht. Bohnen und Erbsen brauchen zur Zeit der Schotenausbildung nach der Blüte etwas mehr Wasser. Quelle: “Kleines Handbuch der Gemüsekunde”
06.06.2026 Jätefaust Hier möchte ich euch ein wirklich nützliches Werkzeug vorstellen: die Jätefaust. Wir benutzen die schon seit mehreren Jahren zum Jäten bei den Möhren, Zwiebeln, Rote Bete, Radieschen etc. Es hat sich gezeigt, dass das Jäten tatsächlich ca. 10 mal schneller geht, als rein von Hand. Man kommt mit den verschieden breiten Dratbügeln ganz nah an die jungen Pflänzchen dran, ohne diese zu beschädigen. Auch zwischen den eng stehenden Pflanzen kann gut gejätet werden. Es gibt zahlreiche Anbieter im Internet, die Preisspanne liegt zwischen ca. 8 bis 14 Euro/Stück. Eines von vielen Videos zum Produkt findet ihr HIER… Eine Jätefaust habe ich für Euch zum Ausprobieren in das weiße Regal gelegt.