Der Gemüse-Ticker....
Gemüsebau Peter von Dohlen    Zum Fuggerschloß 43    86199 Augsburg   Tel: 0163/920 89 86
Im Gemüse-Ticker stehen die jeweils aktuellsten Informationen an oberster Stelle. So wird im Verlauf der Saison eine Seite entstehen, auf der jeder nachschauen kann, wann das Gemüse erntereif ist oder welche Pflegemaßnahmen gerade angebracht sind. Auch generelle Tipps und Tricks finden sich dann im Verlauf, es lohnt sich daher immer mal wieder reinzuschauen ....:-) Natürlich gibt es zwischen den verschiedenen SelbstErnte-Standorten aufgrund der Bodenbeschaffenheit und Witterung Unterschiede bei der Entwicklung der Gemüsekulturen. Deshalb sollte jede/r prüfen, ob die beschriebenen Anzeichen der Unkrautentwicklung oder Erntereife beim Gemüse auf der eigenen Parzelle schon zutreffen! Der Gemüse-Ticker kann und soll aber nicht das persönliche Gespräch ersetzen. Die aktuellen Feldtermine finden Sie HIER.
DE-ÖKO-006
2026 Hacken, die ultimative Pflegemaßnahme... Mit dem Hacken sollte möglichst bald nach der Übergabe begonnen werden, wenn die Ansaaten auflaufen bzw. die Reihen auf den Beeten sichtbar sind und die Unkräuter sich noch im 2-4 Blatt-Stadium befinden. Das Hacken dient aber nicht nur der Unkrautbekämpfung: “Einmal Hacken ist so gut wie einmal Gießen” ist z.B. ein gängiger Satz im Gemüsebau. Durch das Auflockern der Oberfläche werden die Kapillaren zerstört, die beim Einsickern des Regen oder Gießwassers entstanden sind. So wird die Verdunstung verhindert und das Wasser steht den Pflanzen länger zur Verfügung. Es empfielt sich daher nach einem Regen zu Hacken, sobald die Oberfläche trocken genug ist. Durch die Belüftung wird ausserdem das Bodenleben aktiviert, so dass Nährstoffe mobilisiert werden. Nicht zuletzt können manche Schädlinge im Zaum gehalten werden, z.B. die Möhrenfliege, die Ihre Eier zwischen den Reihen ablegt. Durch häufiges Hacken werden die Larven auf ihrem Weg zur Möhre gestört. Gerne zeigen wir euch bei den Feldterminen vor Ort, wie man mit den verschiedenen Hacken effizient, kräfte- und rückenschonend umgeht.
2026 Ein paar Worte zum Umgang mit Wasser: Grundsätzlich ist zu sagen, dass man vor dem Gießen kontrollieren sollte, ob noch Feuchtigkeit im Boden vorhanden ist. Wenn in etwa 6 bis 10cm Tiefe der Boden noch feucht ist, ist ein Bewässern der Pflanzen nicht nötig! (Viel wichtiger ist hier das Hacken, damit die Feuchtigkeit im Boden bleibt.) Insbesondere Feldfrüchte, wie z.B. Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln, Rote Bete, Bohnen, Spinat, etc. , müssen i.d.R. nicht gegossen werden, sondern kommen mit dem Wasser aus, das vom Himmel fällt. Nur in ganz extremen, sehr heißen Trockenphasen, in denen ca. 2 Wochen gar kein Regen fällt und der Kontakt zum Bodenwasser ganz abreißt, kann ein Bewässern dieser Kulturen notwendig werden. Doch auch dann muss uns klar sein, dass das Gießen mit der Kanne immer nur eine Notversorgung der Pflanzen sein kann. Den Anschluss an das Bodenwasser können wir dadurch nicht wiederherstellen. Wer an einem warmen Tag gießt und sich einmal die Mühe macht nachzusehen, wird feststellen, dass das Wasser nur ca. 5-6cm eindringt. Es erreicht also niemals die Bodenschichten, aus denen sich gut angewachsene Pflanzen versorgen. Ausnahmen sind natürlich frische Pflanzungen oder Aussaaten, die noch nicht angewachsen oder aufgegangen sind und keine tieferen Wurzeln gebildet haben. Hier sollte man ein Auge darauf haben, dass stets genügend Wasser vorhanden ist, damit sie anwachsen. Um das Gießwasser möglichst lange im Boden zu halten, kann man z.B. die Beete abdecken (mit Vlies oder Lochfolie) oder die Erde zwischen den Pflanzen mit Ernterückständen oder Gras bedecken (mulchen). Wenn Pflanzen an besonders heißen Tagen die Blätter hängen lassen, ist dies noch kein Grund zur Besorgnis. Die Pflanzen ziehen das Wasser zum Schutz in die Wurzeln zurück und stehen am Abend meist wieder knackig da! Zum sparsamen, sinnvollen und verantwortlichen Umgang mit dem Wasser gehört neben o.g. Punkten auch, dass jeder darauf achtet, die Wasserhähne am Wasserwagen sorgfältig zu schließen und beim Auffüllen der Gießkannen dabei zu bleiben, damit sie nicht überlaufen. Zum Reinigen von Gerät und Händen kann z.B. auch ein Eimer mit Wasser gefüllt werden, welches dann mehrmals verwendet wird. Wir möchten Euch alle bitten, gemeinsam darauf zu achten, dass kein Wasser sinnlos verschwendet wird. Danke!! Mehr Informationen zum Bewässern und den Alternativen dazu gibt´s HIER.
2026 Kleiner Tipp zum Gießen: Wichtig bei der Bewässerung ist die Regelmäßigkeit: Wenn man einmal anfängt sein Gemüse zu gießen, sollte man es regelmäßig gießen, da die Pflanzenwurzeln sich auf das Gießwasser verlassen und deswegen keine übermäßigen Anstrengungen unternehmen, selber in größere Tiefen zu wachsen, um noch vorhandene Bodenreserven zu erschließen. Wenn man allerdings auf das Wurzelwachstum der Pflanzen vertraut und diese nur gießt, wenn sie offensichtlich „schlapp“ sind und Wasser benötigen, wird man u. U. genau dieselbe Erntemengen erzielen, mit einer kleinen Ernteverzögerung von einigen Tagen. Also lieber sparsam gießen und die Pflanzen genau beobachten, ob sie wirklich Wasser brauchen! Wenn man gießen möchte, sollte man dies abends tun: Dann haben die Pflanzen die ganze Nacht Zeit, sich mit Hilfe des Wassers zu erholen. Nur wenn großer Schneckenandrang herrscht, kann es sinnvoller sein, erst früh morgens zu gießen. Die Schnecken würden sich durch das Gießen am Abend angezogen fühlen, da sie die feuchte Kühle sehr mögen. Bei Kohlrabi kann man mit regelmäßigem Gießen dem Platzen vorbeugen und Radieschen werden milder, je mehr Wasser ihnen zu Verfügung steht. Bohnen und Erbsen brauchen zur Zeit der Schotenausbildung nach der Blüte etwas mehr Wasser. Quelle: “Kleines Handbuch der Gemüsekunde”
21.05.2026 Kartoffel hacken Um die Kartoffeln zu hacken und gleichzeitig die Dämme aufzuhäufeln, empfehlen wir folgendermaßen vorzugehen: Um unten am Damm lockere Erde zum Anhäufeln zu haben, zunächst zwischen zwei Dämmen mit der Hacke die Erde auflockern (Bild 1). Dann die Dammflanke mit der scharfen Hacke von unten nach oben hacken und dabei lockere Erde von unten mit hochziehen ( Bild 2+3). Dabei macht es den Kartoffelpflanzen nichts aus, verschüttet zu werden, sie wachsen immer weiter ans Licht (Bild 4). Dann das Ganze von der anderen Seite des Damms aus wiederholen (Bild 5). So kann in einem Arbeitsgang gehackt und gehäufelt werden. Die Dammkrone (also zwischen den Kartoffelpflanzen = “in der Reihe” ), wo die Hacke nicht hinkommt, sollte dann im Verlauf ab und zu gejätet werden :-)
Bild 1
Bild 2
Bild 3
Bild 4
Bild 5
Kartoffel
30.05.2026 Umgang mit der Hacke Zum Hacken kann die Rübenhacke (scharfes Blatt) oder die Garehacke (drei Zinken) verwendet werden. Die Rübenhacke wird in etwa zwei bis vier Zentimeter Tiefe mit einer fließenden Bewegung durch die Erde gezogen. Der Boden sollte trocken genug sein, so dass die Erde locker über das Hackmesser abläuft und nicht zu viel Erde an der Hacke haften bleibt. Ist der Boden noch zu feucht, um mit der Rübenhacke zu arbeiten, kann mit der Garehacke gelockert werden. Auch die wird einfach in einer fließenden Bewegung geführt. Mit den Zinken kann etwas tiefer gelockert werden. Auch zum Krümeln von scholliger Erde eignet sie sich gut. Wie zuvor schon erwähnt, ist Hacken momentan die wichtigste Pflegemaßnhme. Gerade die ersten Tage und Wochen sind hier entscheidend für den späteren Erfolg!! Weitere Informationen zum Thema Unkrautbekämpfung finden Sie hier: - Infoabend 2020 - Infoabend 2015
30.05.2026 Aussaaten / Möhren 2026 Trotz der widrigen Witterung der letzten Wochen sind nun doch ein paar Aussaaten auf den Feldern aufgegangen. Das Ergebnis wird wohl nicht ganz optimal sein... Aber immerhin haben es viele Bohnen, Erbsen, Zwiebeln, Radieschen, Rote Bete und auch der Spinat wenigstens zum Teil geschafft. Bei den Möhren wird es wahrscheinlich keinen nennenswerten Aufgang mehr geben, dazu war es einfach zu lange zu trocken. Wenn man noch Möhren nach säen möchte, sollte man Sorten mit einer kurzen Vegetationszeit von etwa 90 bis 120 Tagen auswählen. Unserer Erfahrung nach sind hier Möhren vom Typ Nantaise gut geeignet, da diese – je nach Sorte – auch gute Lagereigenschaften für den Winter mitbringen. Hier zwei Tipps: https://www.bingenheimersaatgut.de/de/bio-saatgut/gemuese/moehren/nantaise-2-milan-g286 https://www.bingenheimersaatgut.de/de/bio-saatgut/gemuese/moehren/dolciva-g660 Wenn man diese Anfang bis Mitte Juni aussät, kann man durchaus noch auf eine Ernte hoffen. Auch bei den meisten anderen Sorten ist es noch nicht zu spät, noch einmal nach zu legen. Wo Platz ist, können zum Beispiel Zuckerschoten(-erbsen) noch bis Ende Juni, Rote Bete bis Mitte Juni und Buschbohnen bis Anfang Juli ausgesät werden. Eine Übersicht über die spätesten Aussaattermine für verschiedene Gemüsekulturen findet Ihr hier auf unserer Website: https://www.biogemuese-augsburg.de/pdfs/Termine%20Nachfolger.pdf
21.05.2026 Kartoffel hacken Um die Kartoffeln zu hacken und gleichzeitig die Dämme aufzuhäufeln, empfehlen wir folgendermaßen vorzugehen: Um unten am Damm lockere Erde zum Anhäufeln zu haben, zunächst zwischen zwei Dämmen mit der Hacke die Erde auflockern (Bild 1). Dann die Dammflanke mit der scharfen Hacke von unten nach oben hacken und dabei lockere Erde von unten mit hochziehen ( Bild 2+3). Dabei macht es den Kartoffelpflanzen nichts aus, verschüttet zu werden, sie wachsen immer weiter ans Licht (Bild 4). Dann das Ganze von der anderen Seite des Damms aus wiederholen (Bild 5). So kann in einem Arbeitsgang gehackt und gehäufelt werden. Die Dammkrone (also zwischen den Kartoffelpflanzen = “in der Reihe” ), wo die Hacke nicht hinkommt, sollte dann im Verlauf ab und zu gejätet werden :-)
Bild 1
Bild 2
Bild 3
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Kartoffel
30.05.2026 Umgang mit der Hacke Zum Hacken kann die Rübenhacke (scharfes Blatt) oder die Garehacke (drei Zinken) verwendet werden. Die Rübenhacke wird in etwa zwei bis vier Zentimeter Tiefe mit einer fließenden Bewegung durch die Erde gezogen. Der Boden sollte trocken genug sein, so dass die Erde locker über das Hackmesser abläuft und nicht zu viel Erde an der Hacke haften bleibt. Ist der Boden noch zu feucht, um mit der Rübenhacke zu arbeiten, kann mit der Garehacke gelockert werden. Auch die wird einfach in einer fließenden Bewegung geführt. Mit den Zinken kann etwas tiefer gelockert werden. Auch zum Krümeln von scholliger Erde eignet sie sich gut. Wie zuvor schon erwähnt, ist Hacken momentan die wichtigste Pflegemaßnhme. Gerade die ersten Tage und Wochen sind hier entscheidend für den späteren Erfolg!! Weitere Informationen zum Thema Unkrautbekämpfung finden Sie hier: - Infoabend 2020 - Infoabend 2015
30.05.2026 Aussaaten / Möhren 2026 Trotz der widrigen Witterung der letzten Wochen sind nun doch ein paar Aussaaten auf den Feldern aufgegangen. Das Ergebnis wird wohl nicht ganz optimal sein... Aber immerhin haben es viele Bohnen, Erbsen, Zwiebeln, Radieschen, Rote Bete und auch der Spinat wenigstens zum Teil geschafft. Bei den Möhren wird es wahrscheinlich keinen nennenswerten Aufgang mehr geben, dazu war es einfach zu lange zu trocken. Wenn man noch Möhren nach säen möchte, sollte man Sorten mit einer kurzen Vegetationszeit von etwa 90 bis 120 Tagen auswählen. Unserer Erfahrung nach sind hier Möhren vom Typ Nantaise gut geeignet, da diese – je nach Sorte – auch gute Lagereigenschaften für den Winter mitbringen. Hier zwei Tipps: https://www.bingenheimersaatgut.de/de/bio- saatgut/gemuese/moehren/nantaise-2-milan-g286 https://www.bingenheimersaatgut.de/de/bio- saatgut/gemuese/moehren/dolciva-g660 Wenn man diese Anfang bis Mitte Juni aussät, kann man durchaus noch auf eine Ernte hoffen. Auch bei den meisten anderen Sorten ist es noch nicht zu spät, noch einmal nach zu legen. Wo Platz ist, können zum Beispiel Zuckerschoten(-erbsen) noch bis Ende Juni, Rote Bete bis Mitte Juni und Buschbohnen bis Anfang Juli ausgesät werden. Eine Übersicht über die spätesten Aussaattermine für verschiedene Gemüsekulturen findet Ihr hier auf unserer Website: https://www.biogemuese- augsburg.de/pdfs/Termine%20Nachfolger.pdf
Gemüsebau Peter von Dohlen    Zum Fuggerschloß 43    86199 Augsburg   Tel: 0163/920 89 86 DE-ÖKO-006
Der Gemüse-Ticker....
Im Gemüse-Ticker stehen die jeweils aktuellsten Informationen an oberster Stelle. So wird im Verlauf der Saison eine Seite entstehen, auf der jeder nachschauen kann, wann das Gemüse erntereif ist oder welche Pflegemaßnahmen gerade angebracht sind. Auch generelle Tipps und Tricks finden sich dann im Verlauf, es lohnt sich daher immer mal wieder reinzuschauen ....:-) Natürlich gibt es zwischen den verschiedenen SelbstErnte-Standorten aufgrund der Bodenbeschaffenheit und Witterung Unterschiede bei der Entwicklung der Gemüsekulturen. Deshalb sollte jede/r prüfen, ob die beschriebenen Anzeichen der Unkrautentwicklung oder Erntereife beim Gemüse auf der eigenen Parzelle schon zutreffen! Der Gemüse-Ticker kann und soll aber nicht das persönliche Gespräch ersetzen. Die aktuellen Feldtermine finden Sie HIER.
2026 Hacken, die ultimative Pflegemaßnahme... Mit dem Hacken sollte möglichst bald nach der Übergabe begonnen werden, wenn die Ansaaten auflaufen bzw. die Reihen auf den Beeten sichtbar sind und die Unkräuter sich noch im 2-4 Blatt-Stadium befinden. Das Hacken dient aber nicht nur der Unkrautbekämpfung: “Einmal Hacken ist so gut wie einmal Gießen” ist z.B. ein gängiger Satz im Gemüsebau. Durch das Auflockern der Oberfläche werden die Kapillaren zerstört, die beim Einsickern des Regen oder Gießwassers entstanden sind. So wird die Verdunstung verhindert und das Wasser steht den Pflanzen länger zur Verfügung. Es empfielt sich daher nach einem Regen zu Hacken, sobald die Oberfläche trocken genug ist. Durch die Belüftung wird ausserdem das Bodenleben aktiviert, so dass Nährstoffe mobilisiert werden. Nicht zuletzt können manche Schädlinge im Zaum gehalten werden, z.B. die Möhrenfliege, die Ihre Eier zwischen den Reihen ablegt. Durch häufiges Hacken werden die Larven auf ihrem Weg zur Möhre gestört. Gerne zeigen wir euch bei den Feldterminen vor Ort, wie man mit den verschiedenen Hacken effizient, kräfte- und rückenschonend umgeht.
2026 Ein paar Worte zum Umgang mit Wasser: Grundsätzlich ist zu sagen, dass man vor dem Gießen kontrollieren sollte, ob noch Feuchtigkeit im Boden vorhanden ist. Wenn in etwa 6 bis 10cm Tiefe der Boden noch feucht ist, ist ein Bewässern der Pflanzen nicht nötig! (Viel wichtiger ist hier das Hacken, damit die Feuchtigkeit im Boden bleibt.) Insbesondere Feldfrüchte, wie z.B. Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln, Rote Bete, Bohnen, Spinat, etc. , müssen i.d.R. nicht gegossen werden, sondern kommen mit dem Wasser aus, das vom Himmel fällt. Nur in ganz extremen, sehr heißen Trockenphasen, in denen ca. 2 Wochen gar kein Regen fällt und der Kontakt zum Bodenwasser ganz abreißt, kann ein Bewässern dieser Kulturen notwendig werden. Doch auch dann muss uns klar sein, dass das Gießen mit der Kanne immer nur eine Notversorgung der Pflanzen sein kann. Den Anschluss an das Bodenwasser können wir dadurch nicht wiederherstellen. Wer an einem warmen Tag gießt und sich einmal die Mühe macht nachzusehen, wird feststellen, dass das Wasser nur ca. 5-6cm eindringt. Es erreicht also niemals die Bodenschichten, aus denen sich gut angewachsene Pflanzen versorgen. Ausnahmen sind natürlich frische Pflanzungen oder Aussaaten, die noch nicht angewachsen oder aufgegangen sind und keine tieferen Wurzeln gebildet haben. Hier sollte man ein Auge darauf haben, dass stets genügend Wasser vorhanden ist, damit sie anwachsen. Um das Gießwasser möglichst lange im Boden zu halten, kann man z.B. die Beete abdecken (mit Vlies oder Lochfolie) oder die Erde zwischen den Pflanzen mit Ernterückständen oder Gras bedecken (mulchen). Wenn Pflanzen an besonders heißen Tagen die Blätter hängen lassen, ist dies noch kein Grund zur Besorgnis. Die Pflanzen ziehen das Wasser zum Schutz in die Wurzeln zurück und stehen am Abend meist wieder knackig da! Zum sparsamen, sinnvollen und verantwortlichen Umgang mit dem Wasser gehört neben o.g. Punkten auch, dass jeder darauf achtet, die Wasserhähne am Wasserwagen sorgfältig zu schließen und beim Auffüllen der Gießkannen dabei zu bleiben, damit sie nicht überlaufen. Zum Reinigen von Gerät und Händen kann z.B. auch ein Eimer mit Wasser gefüllt werden, welches dann mehrmals verwendet wird. Wir möchten Euch alle bitten, gemeinsam darauf zu achten, dass kein Wasser sinnlos verschwendet wird. Danke!! Mehr Informationen zum Bewässern und den Alternativen dazu gibt´s HIER.
2026 Kleiner Tipp zum Gießen: Wichtig bei der Bewässerung ist die Regelmäßigkeit: Wenn man einmal anfängt sein Gemüse zu gießen, sollte man es regelmäßig gießen, da die Pflanzenwurzeln sich auf das Gießwasser verlassen und deswegen keine übermäßigen Anstrengungen unternehmen, selber in größere Tiefen zu wachsen, um noch vorhandene Bodenreserven zu erschließen. Wenn man allerdings auf das Wurzelwachstum der Pflanzen vertraut und diese nur gießt, wenn sie offensichtlich „schlapp“ sind und Wasser benötigen, wird man u. U. genau dieselbe Erntemengen erzielen, mit einer kleinen Ernteverzögerung von einigen Tagen. Also      lieber      sparsam      gießen      und      die      Pflanzen      genau beobachten, ob sie wirklich Wasser brauchen! Wenn man gießen möchte, sollte man dies abends tun: Dann haben die Pflanzen die ganze Nacht Zeit, sich mit Hilfe des Wassers zu erholen. Nur wenn großer Schneckenandrang herrscht, kann es sinnvoller sein, erst früh morgens zu gießen. Die Schnecken würden sich durch das Gießen am Abend angezogen fühlen, da sie die feuchte Kühle sehr mögen. Bei Kohlrabi kann man mit regelmäßigem Gießen dem Platzen vorbeugen und Radieschen werden milder, je mehr Wasser ihnen zu Verfügung steht. Bohnen und Erbsen brauchen zur Zeit der Schotenausbildung nach der Blüte etwas mehr Wasser. Quelle: “Kleines Handbuch der Gemüsekunde”