21.05.2026
Kartoffel hacken
Um die Kartoffeln zu hacken und gleichzeitig die Dämme aufzuhäufeln,
empfehlen wir folgendermaßen vorzugehen:
Um unten am Damm lockere Erde zum Anhäufeln zu haben, zunächst
zwischen zwei Dämmen mit der Hacke die Erde auflockern (Bild 1).
Dann die Dammflanke mit der scharfen Hacke von unten nach oben
hacken und dabei lockere Erde von unten mit hochziehen ( Bild 2+3).
Dabei macht es den Kartoffelpflanzen nichts aus, verschüttet zu werden,
sie wachsen immer weiter ans Licht (Bild 4). Dann das Ganze von der
anderen Seite des Damms aus wiederholen (Bild 5). So kann in einem
Arbeitsgang gehackt und gehäufelt werden.
Die Dammkrone (also zwischen den Kartoffelpflanzen = “in der Reihe” ),
wo die Hacke nicht hinkommt, sollte dann im Verlauf ab und zu gejätet
werden :-)
Bild 1
Bild 2
Bild 3
Bild 4
Bild 5
Kartoffel
30.05.2026
Umgang mit der Hacke
Zum Hacken kann die Rübenhacke (scharfes Blatt) oder die Garehacke
(drei Zinken) verwendet werden.
Die Rübenhacke wird in etwa zwei bis vier Zentimeter Tiefe mit einer
fließenden Bewegung durch die Erde gezogen. Der Boden sollte
trocken genug sein, so dass die Erde locker über das Hackmesser
abläuft und nicht zu viel Erde an der Hacke haften bleibt.
Ist der Boden noch zu feucht, um mit der Rübenhacke zu arbeiten, kann
mit der Garehacke gelockert werden. Auch die wird einfach in einer
fließenden Bewegung geführt. Mit den Zinken kann etwas tiefer
gelockert werden. Auch zum Krümeln von scholliger Erde eignet sie sich
gut.
Wie zuvor schon erwähnt, ist Hacken momentan die wichtigste
Pflegemaßnhme. Gerade die ersten Tage und Wochen sind hier
entscheidend für den späteren Erfolg!! Weitere Informationen zum
Thema Unkrautbekämpfung finden Sie hier:
- Infoabend 2020 - Infoabend 2015
30.05.2026
Aussaaten / Möhren 2026
Trotz der widrigen Witterung der letzten Wochen sind nun doch ein
paar Aussaaten auf den Feldern aufgegangen.
Das Ergebnis wird wohl nicht ganz optimal sein...
Aber immerhin haben es viele Bohnen, Erbsen, Zwiebeln,
Radieschen, Rote Bete und auch der Spinat wenigstens zum Teil
geschafft.
Bei den Möhren wird es wahrscheinlich keinen nennenswerten
Aufgang mehr geben, dazu war es einfach zu lange zu trocken.
Wenn man noch Möhren nach säen möchte, sollte man Sorten mit
einer kurzen Vegetationszeit von etwa 90 bis 120 Tagen auswählen.
Unserer Erfahrung nach sind hier Möhren vom Typ Nantaise gut
geeignet, da diese – je nach Sorte – auch gute Lagereigenschaften
für den Winter mitbringen. Hier zwei Tipps:
https://www.bingenheimersaatgut.de/de/bio-
saatgut/gemuese/moehren/nantaise-2-milan-g286
https://www.bingenheimersaatgut.de/de/bio-
saatgut/gemuese/moehren/dolciva-g660
Wenn man diese Anfang bis Mitte Juni aussät, kann man durchaus
noch auf eine Ernte hoffen.
Auch bei den meisten anderen Sorten ist es noch nicht zu spät, noch
einmal nach zu legen. Wo Platz ist, können zum Beispiel
Zuckerschoten(-erbsen) noch bis Ende Juni, Rote Bete bis Mitte Juni
und Buschbohnen bis Anfang Juli ausgesät werden. Eine Übersicht
über die spätesten Aussaattermine für verschiedene
Gemüsekulturen findet Ihr hier auf unserer Website:
https://www.biogemuese-
augsburg.de/pdfs/Termine%20Nachfolger.pdf
Im Gemüse-Ticker stehen die jeweils aktuellsten
Informationen an oberster Stelle.
So wird im Verlauf der Saison eine Seite entstehen, auf der jeder
nachschauen kann, wann das Gemüse erntereif ist oder welche
Pflegemaßnahmen gerade angebracht sind. Auch generelle Tipps und
Tricks finden sich dann im Verlauf, es lohnt sich daher immer mal wieder
reinzuschauen ....:-)
Natürlich gibt es zwischen den verschiedenen SelbstErnte-Standorten
aufgrund der Bodenbeschaffenheit und Witterung Unterschiede bei der
Entwicklung der Gemüsekulturen. Deshalb sollte jede/r prüfen, ob die
beschriebenen Anzeichen der Unkrautentwicklung oder Erntereife beim
Gemüse auf der eigenen Parzelle schon zutreffen!
Der Gemüse-Ticker kann und soll aber nicht das persönliche
Gespräch ersetzen. Die aktuellen Feldtermine finden Sie HIER.
2026
Hacken, die ultimative Pflegemaßnahme...
Mit
dem
Hacken
sollte
möglichst
bald
nach
der
Übergabe
begonnen
werden,
wenn
die
Ansaaten
auflaufen
bzw.
die
Reihen
auf
den
Beeten
sichtbar
sind
und
die
Unkräuter
sich
noch
im
2-4
Blatt-Stadium
befinden.
Das
Hacken
dient
aber
nicht
nur
der
Unkrautbekämpfung:
“Einmal
Hacken
ist
so
gut
wie
einmal
Gießen”
ist
z.B.
ein
gängiger
Satz
im
Gemüsebau.
Durch
das
Auflockern
der
Oberfläche
werden
die
Kapillaren
zerstört,
die
beim
Einsickern
des
Regen
oder
Gießwassers
entstanden
sind.
So
wird
die
Verdunstung
verhindert
und
das
Wasser
steht
den
Pflanzen
länger
zur
Verfügung.
Es
empfielt
sich
daher
nach
einem
Regen zu Hacken, sobald die Oberfläche trocken genug ist.
Durch
die
Belüftung
wird
ausserdem
das
Bodenleben
aktiviert,
so
dass
Nährstoffe mobilisiert werden.
Nicht
zuletzt
können
manche
Schädlinge
im
Zaum
gehalten
werden,
z.B.
die
Möhrenfliege,
die
Ihre
Eier
zwischen
den
Reihen
ablegt.
Durch
häufiges Hacken werden die Larven auf ihrem Weg zur Möhre gestört.
Gerne zeigen wir euch bei den Feldterminen vor Ort, wie man mit
den verschiedenen Hacken effizient,
kräfte- und rückenschonend umgeht.
2026
Ein paar Worte zum Umgang mit Wasser:
Grundsätzlich
ist
zu
sagen,
dass
man
vor
dem
Gießen
kontrollieren
sollte,
ob
noch
Feuchtigkeit
im
Boden
vorhanden
ist.
Wenn
in
etwa
6
bis
10cm
Tiefe
der
Boden
noch
feucht
ist,
ist
ein
Bewässern
der
Pflanzen
nicht
nötig!
(Viel
wichtiger
ist
hier
das
Hacken,
damit
die
Feuchtigkeit
im
Boden bleibt.)
Insbesondere
Feldfrüchte,
wie
z.B.
Kartoffeln,
Möhren,
Zwiebeln,
Rote
Bete,
Bohnen,
Spinat,
etc.
,
müssen
i.d.R.
nicht
gegossen
werden,
sondern kommen mit dem Wasser aus, das vom Himmel fällt.
Nur
in
ganz
extremen,
sehr
heißen
Trockenphasen,
in
denen
ca.
2
Wochen
gar
kein
Regen
fällt
und
der
Kontakt
zum
Bodenwasser
ganz
abreißt,
kann ein Bewässern dieser Kulturen notwendig werden.
Doch
auch
dann
muss
uns
klar
sein,
dass
das
Gießen
mit
der
Kanne
immer
nur
eine
Notversorgung
der
Pflanzen
sein
kann.
Den
Anschluss
an das Bodenwasser können wir dadurch nicht wiederherstellen.
Wer
an
einem
warmen
Tag
gießt
und
sich
einmal
die
Mühe
macht
nachzusehen,
wird
feststellen,
dass
das
Wasser
nur
ca.
5-6cm
eindringt.
Es
erreicht
also
niemals
die
Bodenschichten,
aus
denen
sich
gut
angewachsene Pflanzen versorgen.
Ausnahmen
sind
natürlich
frische
Pflanzungen
oder
Aussaaten,
die
noch
nicht
angewachsen
oder
aufgegangen
sind
und
keine
tieferen
Wurzeln
gebildet
haben.
Hier
sollte
man
ein
Auge
darauf
haben,
dass
stets genügend Wasser vorhanden ist, damit sie anwachsen.
Um
das
Gießwasser
möglichst
lange
im
Boden
zu
halten,
kann
man
z.B.
die
Beete
abdecken
(mit
Vlies
oder
Lochfolie)
oder
die
Erde
zwischen
den Pflanzen mit Ernterückständen oder Gras bedecken (mulchen).
Wenn
Pflanzen
an
besonders
heißen
Tagen
die
Blätter
hängen
lassen,
ist
dies
noch
kein
Grund
zur
Besorgnis.
Die
Pflanzen
ziehen
das
Wasser
zum
Schutz
in
die
Wurzeln
zurück
und
stehen
am
Abend
meist
wieder
knackig da!
Zum
sparsamen,
sinnvollen
und
verantwortlichen
Umgang
mit
dem
Wasser
gehört
neben
o.g.
Punkten
auch,
dass
jeder
darauf
achtet,
die
Wasserhähne
am
Wasserwagen
sorgfältig
zu
schließen
und
beim
Auffüllen der Gießkannen dabei zu bleiben, damit sie nicht überlaufen.
Zum
Reinigen
von
Gerät
und
Händen
kann
z.B.
auch
ein
Eimer
mit
Wasser gefüllt werden, welches dann mehrmals verwendet wird.
Wir
möchten
Euch
alle
bitten,
gemeinsam
darauf
zu
achten,
dass
kein
Wasser sinnlos verschwendet wird.
Danke!!
Mehr Informationen zum Bewässern und den
Alternativen dazu gibt´s HIER.
2026
Kleiner Tipp zum Gießen:
Wichtig
bei
der
Bewässerung
ist
die
Regelmäßigkeit:
Wenn
man
einmal
anfängt
sein
Gemüse
zu
gießen,
sollte
man
es
regelmäßig
gießen,
da
die
Pflanzenwurzeln
sich
auf
das
Gießwasser
verlassen
und
deswegen
keine
übermäßigen
Anstrengungen
unternehmen,
selber
in
größere
Tiefen zu wachsen, um noch vorhandene Bodenreserven zu erschließen.
Wenn
man
allerdings
auf
das
Wurzelwachstum
der
Pflanzen
vertraut
und
diese
nur
gießt,
wenn
sie
offensichtlich
„schlapp“
sind
und
Wasser
benötigen,
wird
man
u.
U.
genau
dieselbe
Erntemengen
erzielen,
mit
einer kleinen Ernteverzögerung von einigen Tagen.
Also
lieber
sparsam
gießen
und
die
Pflanzen
genau
beobachten, ob sie wirklich Wasser brauchen!
Wenn
man
gießen
möchte,
sollte
man
dies
abends
tun:
Dann
haben
die
Pflanzen
die
ganze
Nacht
Zeit,
sich
mit
Hilfe
des
Wassers
zu
erholen.
Nur
wenn
großer
Schneckenandrang
herrscht,
kann
es
sinnvoller
sein,
erst
früh
morgens
zu
gießen.
Die
Schnecken
würden
sich
durch
das
Gießen
am
Abend
angezogen
fühlen,
da
sie
die
feuchte
Kühle
sehr
mögen.
Bei
Kohlrabi
kann
man
mit
regelmäßigem
Gießen
dem
Platzen
vorbeugen
und
Radieschen
werden
milder,
je
mehr
Wasser
ihnen
zu
Verfügung
steht.
Bohnen
und
Erbsen
brauchen
zur
Zeit
der
Schotenausbildung nach der Blüte etwas mehr Wasser.
Quelle: “Kleines Handbuch der Gemüsekunde”