21.05.2026
Kartoffel hacken
Um die Kartoffeln zu hacken und gleichzeitig die Dämme aufzuhäufeln,
empfehlen wir folgendermaßen vorzugehen:
Um unten am Damm lockere Erde zum Anhäufeln zu haben, zunächst
zwischen zwei Dämmen mit der Hacke die Erde auflockern (Bild 1).
Dann die Dammflanke mit der scharfen Hacke von unten nach oben
hacken und dabei lockere Erde von unten mit hochziehen ( Bild 2+3).
Dabei macht es den Kartoffelpflanzen nichts aus, verschüttet zu werden,
sie wachsen immer weiter ans Licht (Bild 4). Dann das Ganze von der
anderen Seite des Damms aus wiederholen (Bild 5). So kann in einem
Arbeitsgang gehackt und gehäufelt werden.
Die Dammkrone (also zwischen den Kartoffelpflanzen = “in der Reihe” ),
wo die Hacke nicht hinkommt, sollte dann im Verlauf ab und zu gejätet
werden :-)
Bild 1
Bild 2
Bild 3
Bild 4
Bild 5
Kartoffel
30.05.2026
Umgang mit der Hacke
Zum Hacken kann die Rübenhacke (scharfes Blatt) oder die Garehacke
(drei Zinken) verwendet werden.
Die Rübenhacke wird in etwa zwei bis vier Zentimeter Tiefe mit einer
fließenden Bewegung durch die Erde gezogen. Der Boden sollte
trocken genug sein, so dass die Erde locker über das Hackmesser
abläuft und nicht zu viel Erde an der Hacke haften bleibt.
Ist der Boden noch zu feucht, um mit der Rübenhacke zu arbeiten, kann
mit der Garehacke gelockert werden. Auch die wird einfach in einer
fließenden Bewegung geführt. Mit den Zinken kann etwas tiefer
gelockert werden. Auch zum Krümeln von scholliger Erde eignet sie sich
gut.
Wie zuvor schon erwähnt, ist Hacken momentan die wichtigste
Pflegemaßnhme. Gerade die ersten Tage und Wochen sind hier
entscheidend für den späteren Erfolg!! Weitere Informationen zum
Thema Unkrautbekämpfung finden Sie hier:
- Infoabend 2020 - Infoabend 2015
30.05.2026
Aussaaten / Möhren 2026
Trotz der widrigen Witterung der letzten Wochen sind nun doch ein
paar Aussaaten auf den Feldern aufgegangen.
Das Ergebnis wird wohl nicht ganz optimal sein...
Aber immerhin haben es viele Bohnen, Erbsen, Zwiebeln,
Radieschen, Rote Bete und auch der Spinat wenigstens zum Teil
geschafft.
Bei den Möhren wird es wahrscheinlich keinen nennenswerten
Aufgang mehr geben, dazu war es einfach zu lange zu trocken.
Wenn man noch Möhren nach säen möchte, sollte man Sorten mit
einer kurzen Vegetationszeit von etwa 90 bis 120 Tagen auswählen.
Unserer Erfahrung nach sind hier Möhren vom Typ Nantaise gut
geeignet, da diese – je nach Sorte – auch gute Lagereigenschaften
für den Winter mitbringen. Hier zwei Tipps:
https://www.bingenheimersaatgut.de/de/bio-
saatgut/gemuese/moehren/nantaise-2-milan-g286
https://www.bingenheimersaatgut.de/de/bio-
saatgut/gemuese/moehren/dolciva-g660
Wenn man diese Anfang bis Mitte Juni aussät, kann man durchaus
noch auf eine Ernte hoffen.
Auch bei den meisten anderen Sorten ist es noch nicht zu spät, noch
einmal nach zu legen. Wo Platz ist, können zum Beispiel
Zuckerschoten(-erbsen) noch bis Ende Juni, Rote Bete bis Mitte Juni
und Buschbohnen bis Anfang Juli ausgesät werden. Eine Übersicht
über die spätesten Aussaattermine für verschiedene
Gemüsekulturen findet Ihr hier auf unserer Website:
https://www.biogemuese-
augsburg.de/pdfs/Termine%20Nachfolger.pdf
06.06.2026
Kartoffelkäfer bekämpfen
Heute habe ich die ersten Kartoffelkäfer und auch einige Gelege in
Göggingen gefunden.
Zur Bekämpfung dieses Schädlings ist - auf kleinen Flächen - immer
noch das Absammeln die wirksamste Methode. Da die Käfer und die
Larven sehr faul und träge sind, gelingt dies meistens gut und effektiv.
Allerdings stellen sie sich gerne tot und lassen sich bei Berührung
schnell auf die Erde fallen, wo man sie oft nur schwer wiederfindet.
Wenn man Käfer / Larven gesammelt hat, bitte sofort unschädlich
machen! (zerquetschen oder zerhacken).
Wenn man Eier (Gelege) an der Unterseite der Kartoffelblätter findet,
kann man die Blätter abknipsen und z.B. zwischen zwei Steinen
zerreiben.
Eine Bildanleitung zum effektiven Absammeln der Larven und
Käfer findet Ihr hier…
Wie immer werden wir auch dieses Jahr wieder ab Mitte Juni
unsere Spritzmittel gegen die Käfer und die Braunfäule einsetzen.
Gegen Altlarven und ausgewachsene Käfer hilft dies allerdings nur
begrenzt. Sie stellen zwar vorübergehend ihre Fraßtätigkeit ein, sterben
aber nicht ab.
Bitte nach dem Umgang mit den Kartoffelpflanzen Hände waschen.
Es könnten Reste vom Spritzmittel haften bleiben.
die Reihe ist
sauber gejätet
und gewässert
die Pflänzchen
vorsichtig mit der
Wurzel aus der
Erde ziehen
wo Lücken in
der Reihe sind
mit dem Finger
ein Loch
stechen...
...und die Pflanze
einpflanzen; leicht
andrücken.
So werden die Pflanzen gleichmäßig auf die Reihe verteilt. Der
optimale Abstand ist ca. 5-8cm.
Dass die Rote Bete so clusterartig aufgeht, liegt daran, dass es sich hier
um so genannte Knäuelsamen handelt.
Pro Korn können daher ca. 0 bis 5 Pflänzchen aufgehen.
Auch Mangold und andere verwandte Arten bilden diese Art Samen.
06.06.2026
Rote Bete vereinzeln
Um bei der Roten Bete gleichmäßig große Knollen zu bekommen, kann
man die Pflänzchen in der Reihe vereinzeln. Dies sollte man in den
nächsten Tagen machen, bevor die Pflanzen zu groß werden.
Zum Vereinzeln sollte die Reihe sauber gejätet sein (damit man die
Pflanzen auch gut sieht). Vorher ist es ratsam, die Erde gut zu wässern.
Die empfindlichen Pflanzen lassen sich dann besser rausziehen und
laufen nicht Gefahr, nach dem Umsetzten zu vertrocknen. Gut ist es
deshalb auch, bei bedecktem Himmel, abends oder gleich bei
Regenwetter zu vereinzeln.
06.06.2026
Neues Gemüse anpflanzen / Jungpflanzen selbst
ziehen
Wenn auf der Parzelle noch Platz ist oder auf einem Beet das
vorhandene Gemüse abgeerntet ist, kann man dort auch wieder
neues Gemüse anpflanzen. Dazu könnte man Jungpflanzen kaufen
(bitte nur in Bio-Qualität!!) oder selber Jungpflanzen anziehen.
Eine Bildanleitung zur Jungpflanzen-Anzucht haben wir für Euch
HIER…
Auf den Parzellen bewährt hat sich
z.B. auch die “Salatschule I” (im
Bild). In einem Blumentopf sehr
dicht ausgesäte Salatsamen auf der
Fensterbank keimen lassen. Den
Blumentopf dann wo Platz ist (z.B.
hinter dem Tomatenhäuschen), zu
dreiviertel in die Erde setzten und
immer wieder Pflänzchen daraus
auspikieren. So hat man ständig
kleine Salatpflanzen um sie dahin
zu setzten, wo gerade Platz auf der
Parzelle ist.
Salatschule I
Salatschule II
Hier ein anderes Beispiel: am
Beetrand einen Bereich markieren
(mit Steinen o. Stöcken...) und
verschiedene Salate dicht aussäen.
Bei dieser Methode ist etwas mehr
Fingerspitzengefühl gefragt, da im
Freiland Witterung, Schädlinge und
Unkraut eine größere Rolle spielen
als bei der geschützten Anzucht auf
dem Fensterbrett.
Hat sich aber auch gut bewährt!
Für Gemüse wie z.B. Salat, Brokkoli, Kohlrabi, Chinakohl,
Stangenbohnen etc. empfehlen wir die Voranzucht von Jungpflanzen.
Andere Sorten wie z.B. Radieschen, Rucola, Buschbohnen, Feldsalat,
Spinat etc. können direkt auf das Beet gesät werden.
Infos zum Zeitpunkt für Aussaat und Pflanzung der verschiedenen
Gemüsekulturen haben wir in diesen Tabellen für Euch
zusammengestellt:
Kulturdaten Gemüse
Späteste Aussaattermine
18.06.2026
Spinat
Wie alle Aussaten hat es der Spinat dieses Jahr aufgrund der Witterung
schwer gehabt überhaupt zu keimen. Dort, wo Spinat gewachsen ist, ist
er größtenteils erntefähig. Dabei freut mich besonders die neue Sorte
„Gammason“, die - wie in der Sortenbeschreibung angegeben - erst spät
in Blüte geht und daher auch jetzt noch beerntbar ist.
Mit der Ernte sollte man trotzdem nicht zu lange warten:
Wenn der Spinat
in der Mitte bereits Blütenstängel treibt (im Bild) ist es höchste Zeit!
Er wird zwar nicht giftig, wenn die Blütenstängel grösser werden,
schmeckt aber nicht mehr so gut.
Zur Ernte schneidet man die Pflanzen knapp unter der Erdoberfläche an
der Wurzel ab, so dass die Blätter zusammen bleiben. Mögliche
Nachfolger für den Spinat könnten z.B. sein: Salat, Radieschen, Fenchel,
Kohlrabi, Buschbohnen, Rote Bete...
Neuen Spinat sät man am besten ab Mitte August auf freien Flächen
aus. Er braucht keinen zusätzlichen Dünger und eignet sich daher für alle
frei werdenden Beete sehr gut als Nachfrucht für die Ernte ab Mitte
September.
Blütenstängel
Spinat bald erntefähig
18.06.2026
Zucchini
Auf einigen Parzellen habe ich heute schon die ersten erntereifen
Zucchini gesehen.
Idealerweise werden die Früchte mit einer Länge von etwa 15-25cm
geerntet. Zwischen der optimalen Erntegröße und dem “Monster-
Stadium” liegen im Sommer meist nur etwa 1-3 Tage :-)
Zur Ernte den Stiel am besten mit einem Messer durchschneiden
(im Bild).
Wenn die Zucchini regelmäßig abgeerntet werden, regt das die Pflanze
zur weiteren Fruchtbildung an. Möchte man also gerne viele Zucchini
ernten, sollte man die Pflanze kontinuierlich nach neuen Früchten
absuchen und auch die eher unansehnlichen Exemplare ernten. Dann
wachsen schneller wieder schöne Früchte nach.
18.06.2026
Salat
Grundsätzlich erntet man Salate möglichst bevor sie schießen (in Blüte
gehen). Wenn der Salat in der Mitte einen “Zapfen” treibt, also nicht
kugelig sondern kegelförmig wird (am besten mit der Hand fühlen), ist er
kurz vor dem Schießen. Deshalb sollte man die Salate genauer
beobachten und ggf. lieber kleinere Salate ernten als gar keine.
Wenn die Kopfsalate in der Mitte schon eine
feste Kugel bilden, sollte man sie als ganzen
Kopf ernten. Dazu schneidet man sie am
Wurzelansatz (knapp über der Erde) mit einem
Messer ab oder dreht sie, bis sie abbrechen.
Den roten Batavia-Salat kann man auch als
Pflücksalat ernten (immer die äußeren Blätter
abzupfen) oder man wartet, bis sich eine große,
kopfartige Rosette gebildet hat und erntet ihn
dann im Ganzen.
Der Eissalat hat meistens etwas mehr Zeit bis
zur Ernte. Er hat eine etwas längere
Entwicklungszeit, geht erst spät in Blüte und
kann somit als letzte der Salatpflanzen geerntet
werden.
18.06.2026
Kohlrabi
In der Regel sind Kohlrabi erntefähig, wenn sie einen Durchmesser von
etwa 8cm erreicht haben. Stehen die Kohlrabi zu lange auf dem Beet,
werden die Knollen schnell holzig (also lieber kleinere Kohlrabi ernten,
als holzige…:-)
Zur Ernte die Knolle am besten mit Wurzel aus der Erde ziehen und mit
einer Gartenschere die Wurzel und die groben Blätter abschneiden.
Die Blätter können als Mulchmaterial auf den Beeten liegen bleiben.
Schöne saftige, grüne Blätter und Stängel können beim Zubereiten auch
mit verwendet werden.
Neue Kohlrabi können noch bis Ende Juli / Anfang August ausgepflanzt
werden.
Wenn die Kohlrabi bei warmen Wetter oder nach anhaltender
Trockenheit plötzlich viel Regen bekommen, platzen die Knollen oft auf.
Geplatzte (oder verschorfte) Exemplare können natürlich genauso
verwendet werden, wie schöne runde. Sie sehen halt nicht so schön aus.
Da sich aber schneller Fäulnis oder Schädlinge in ihnen ausbreiten
können, sollte man ggf. die geplatzten zuerst ernten und verarbeiten.
(Einfach die schadhaften Stellen abschälen oder ausschneiden.)
18.06.2026
Tomaten ausgeizen
Um Tomaten erfolgreich aufzuleiten, sollten regelmässig (ca. wöchentlich)
die Seitentriebe, die aus den Blattachseln wachsen, entfernt werden
(ausgeizen). Die Pflanze steckt dann mehr Energie in den Haupttrieb und
dessen Fruchtstände, ein “Verbuschen” der Tomate wird verhindert.
Eine kurze Bildanleitung von uns gibts HIER...
Viele Sorten neigen auch zur Bestockung ganz unten am Stamm. Auch
diese Triebe sollten entfernt werden.
Hier noch eines (von vielen!!) Videos zum Thema bei YouTube
18.06.2026
Rankhilfe für die Erbsen
Die Erbsen brauchen i.d.R. eine Rankhilfe wenn sie grösser werden.
Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Über schräg
eingesteckte Reiser bis zum Karnickeldraht kann alles mögliche
verwendet werden. Wichtig ist, dass die Erbsen etwas zum Festhalten
haben. Am Anfang muss man ihnen noch etwas nachhelfen, später
halten sie sich von selbst an der Rankhilfe fest. Hier ein paar Beispiele
von den Parzellen:
18.06.2026
Radieschen
Radieschen sollten möglichst jung geerntet werden. Auch wenn die
Blätter noch sehr unscheinbar wirken, können doch schon schöne
Radieschen erntefähig sein. Wenn man mit dem Finger unter den
Blättern die Erde ein wenig wegschiebt, kann man die erntereifen
Radieschen sehen. Neue Radieschen kann man noch die ganze Saison
aussäen. Spätester Aussaat-Termin ist die zweite Augusthälfte.
06.07.2026
Kleines Handbuch der Gemüsekunde
Wie jedes Jahr möchte ich euch allen hier noch einmal das „Kleine
Hanbuch der Gemüsekunde“ wärmstens empfehlen.
Darin findet Ihr zu fast allen Kulturen bei der GSE Infos über Anbau,
Ernte, Inhaltsstoffe, Verarbeitung und Lagerung. Es wurde
herausgegeben von der Uni Kassel, die das erste GemüseSelbstErnte
Projekt in Deutschland ins Leben gerufen hat.
Hier der Link zum Handbuch als PDF...
06.07.2026
Mangold
Man erntet am besten immer die großen, äußeren Blätter, so dass die
Pflanze aus der Mitte heraus immer wieder nachwächst.
So kann der Mangold den ganzen Sommer über geerntet werden.
Die Blätter zur Ernte ganz unten aus der Staude herausbrechen. Wenn
man die Stiele höher abbricht oder abschneidet, bildet sich leicht Fäulnis.
Unschöne, gelblich verfärbte oder stark von Läusen befallene Blätter
kann man auf die gleiche Weise ausbrechen und entsorgen.
Die Pflanze wächst - wie gesagt - immer wieder nach.
Zubereitet wird der Mangold gerne ähnlich wie Spinat. Die Stiele der
Blätter können allerdings sehr gut mit verwendet werden. Entweder
zusammen mit den Blättern oder auch einzeln, ähnlich wie Spargel.
Mein liebstes Mangold-Gericht: Lasagne mit Mangold und Zucchini. :-)
06.07.2026
Brokkoli
Auf vielen Parzellen schiebt der Brokkoli schon schöne Blüten. Daher
sollte der Brokkoli in den nächsten Tagen gut beobachtet werden,
ob er schon geerntet werden kann.
Beim Brokkoli wird die Hauptblüte geerntet, wenn sie schön groß aber
noch grün ist.
Die Kohlpflanze kann stehen bleiben, damit auch von den
nachwachsenden Seitentrieben die kleineren Blütenköpfe geerntet
werden können. So kann man bis in den Herbst immer wieder Brokkoli
ernten.
Brokkoli sollte geerntet werden, bevor sich die Blütenknospen
öffnen und er nicht mehr genießbar ist. Daher lieber kleine
Brokkoli ernten, als gar keine… :-)
Im Gemüse-Ticker stehen die jeweils aktuellsten
Informationen an oberster Stelle.
So wird im Verlauf der Saison eine Seite entstehen, auf der jeder
nachschauen kann, wann das Gemüse erntereif ist oder welche
Pflegemaßnahmen gerade angebracht sind. Auch generelle Tipps und
Tricks finden sich dann im Verlauf, es lohnt sich daher immer mal wieder
reinzuschauen ....:-)
Natürlich gibt es zwischen den verschiedenen SelbstErnte-Standorten
aufgrund der Bodenbeschaffenheit und Witterung Unterschiede bei der
Entwicklung der Gemüsekulturen. Deshalb sollte jede/r prüfen, ob die
beschriebenen Anzeichen der Unkrautentwicklung oder Erntereife beim
Gemüse auf der eigenen Parzelle schon zutreffen!
Der Gemüse-Ticker kann und soll aber nicht das persönliche
Gespräch ersetzen. Die aktuellen Feldtermine finden Sie HIER.
2026
Hacken, die ultimative Pflegemaßnahme...
Mit
dem
Hacken
sollte
möglichst
bald
nach
der
Übergabe
begonnen
werden,
wenn
die
Ansaaten
auflaufen
bzw.
die
Reihen
auf
den
Beeten
sichtbar
sind
und
die
Unkräuter
sich
noch
im
2-4
Blatt-Stadium
befinden.
Das
Hacken
dient
aber
nicht
nur
der
Unkrautbekämpfung:
“Einmal
Hacken
ist
so
gut
wie
einmal
Gießen”
ist
z.B.
ein
gängiger
Satz
im
Gemüsebau.
Durch
das
Auflockern
der
Oberfläche
werden
die
Kapillaren
zerstört,
die
beim
Einsickern
des
Regen
oder
Gießwassers
entstanden
sind.
So
wird
die
Verdunstung
verhindert
und
das
Wasser
steht
den
Pflanzen
länger
zur
Verfügung.
Es
empfielt
sich
daher
nach
einem
Regen zu Hacken, sobald die Oberfläche trocken genug ist.
Durch
die
Belüftung
wird
ausserdem
das
Bodenleben
aktiviert,
so
dass
Nährstoffe mobilisiert werden.
Nicht
zuletzt
können
manche
Schädlinge
im
Zaum
gehalten
werden,
z.B.
die
Möhrenfliege,
die
Ihre
Eier
zwischen
den
Reihen
ablegt.
Durch
häufiges Hacken werden die Larven auf ihrem Weg zur Möhre gestört.
Gerne zeigen wir euch bei den Feldterminen vor Ort, wie man mit
den verschiedenen Hacken effizient,
kräfte- und rückenschonend umgeht.
2026
Ein paar Worte zum Umgang mit Wasser:
Grundsätzlich
ist
zu
sagen,
dass
man
vor
dem
Gießen
kontrollieren
sollte,
ob
noch
Feuchtigkeit
im
Boden
vorhanden
ist.
Wenn
in
etwa
6
bis
10cm
Tiefe
der
Boden
noch
feucht
ist,
ist
ein
Bewässern
der
Pflanzen
nicht
nötig!
(Viel
wichtiger
ist
hier
das
Hacken,
damit
die
Feuchtigkeit
im
Boden bleibt.)
Insbesondere
Feldfrüchte,
wie
z.B.
Kartoffeln,
Möhren,
Zwiebeln,
Rote
Bete,
Bohnen,
Spinat,
etc.
,
müssen
i.d.R.
nicht
gegossen
werden,
sondern kommen mit dem Wasser aus, das vom Himmel fällt.
Nur
in
ganz
extremen,
sehr
heißen
Trockenphasen,
in
denen
ca.
2
Wochen
gar
kein
Regen
fällt
und
der
Kontakt
zum
Bodenwasser
ganz
abreißt,
kann ein Bewässern dieser Kulturen notwendig werden.
Doch
auch
dann
muss
uns
klar
sein,
dass
das
Gießen
mit
der
Kanne
immer
nur
eine
Notversorgung
der
Pflanzen
sein
kann.
Den
Anschluss
an das Bodenwasser können wir dadurch nicht wiederherstellen.
Wer
an
einem
warmen
Tag
gießt
und
sich
einmal
die
Mühe
macht
nachzusehen,
wird
feststellen,
dass
das
Wasser
nur
ca.
5-6cm
eindringt.
Es
erreicht
also
niemals
die
Bodenschichten,
aus
denen
sich
gut
angewachsene Pflanzen versorgen.
Ausnahmen
sind
natürlich
frische
Pflanzungen
oder
Aussaaten,
die
noch
nicht
angewachsen
oder
aufgegangen
sind
und
keine
tieferen
Wurzeln
gebildet
haben.
Hier
sollte
man
ein
Auge
darauf
haben,
dass
stets genügend Wasser vorhanden ist, damit sie anwachsen.
Um
das
Gießwasser
möglichst
lange
im
Boden
zu
halten,
kann
man
z.B.
die
Beete
abdecken
(mit
Vlies
oder
Lochfolie)
oder
die
Erde
zwischen
den Pflanzen mit Ernterückständen oder Gras bedecken (mulchen).
Wenn
Pflanzen
an
besonders
heißen
Tagen
die
Blätter
hängen
lassen,
ist
dies
noch
kein
Grund
zur
Besorgnis.
Die
Pflanzen
ziehen
das
Wasser
zum
Schutz
in
die
Wurzeln
zurück
und
stehen
am
Abend
meist
wieder
knackig da!
Zum
sparsamen,
sinnvollen
und
verantwortlichen
Umgang
mit
dem
Wasser
gehört
neben
o.g.
Punkten
auch,
dass
jeder
darauf
achtet,
die
Wasserhähne
am
Wasserwagen
sorgfältig
zu
schließen
und
beim
Auffüllen der Gießkannen dabei zu bleiben, damit sie nicht überlaufen.
Zum
Reinigen
von
Gerät
und
Händen
kann
z.B.
auch
ein
Eimer
mit
Wasser gefüllt werden, welches dann mehrmals verwendet wird.
Wir
möchten
Euch
alle
bitten,
gemeinsam
darauf
zu
achten,
dass
kein
Wasser sinnlos verschwendet wird.
Danke!!
Mehr Informationen zum Bewässern und den
Alternativen dazu gibt´s HIER.
2026
Kleiner Tipp zum Gießen:
Wichtig
bei
der
Bewässerung
ist
die
Regelmäßigkeit:
Wenn
man
einmal
anfängt
sein
Gemüse
zu
gießen,
sollte
man
es
regelmäßig
gießen,
da
die
Pflanzenwurzeln
sich
auf
das
Gießwasser
verlassen
und
deswegen
keine
übermäßigen
Anstrengungen
unternehmen,
selber
in
größere
Tiefen zu wachsen, um noch vorhandene Bodenreserven zu erschließen.
Wenn
man
allerdings
auf
das
Wurzelwachstum
der
Pflanzen
vertraut
und
diese
nur
gießt,
wenn
sie
offensichtlich
„schlapp“
sind
und
Wasser
benötigen,
wird
man
u.
U.
genau
dieselbe
Erntemengen
erzielen,
mit
einer kleinen Ernteverzögerung von einigen Tagen.
Also
lieber
sparsam
gießen
und
die
Pflanzen
genau
beobachten, ob sie wirklich Wasser brauchen!
Wenn
man
gießen
möchte,
sollte
man
dies
abends
tun:
Dann
haben
die
Pflanzen
die
ganze
Nacht
Zeit,
sich
mit
Hilfe
des
Wassers
zu
erholen.
Nur
wenn
großer
Schneckenandrang
herrscht,
kann
es
sinnvoller
sein,
erst
früh
morgens
zu
gießen.
Die
Schnecken
würden
sich
durch
das
Gießen
am
Abend
angezogen
fühlen,
da
sie
die
feuchte
Kühle
sehr
mögen.
Bei
Kohlrabi
kann
man
mit
regelmäßigem
Gießen
dem
Platzen
vorbeugen
und
Radieschen
werden
milder,
je
mehr
Wasser
ihnen
zu
Verfügung
steht.
Bohnen
und
Erbsen
brauchen
zur
Zeit
der
Schotenausbildung nach der Blüte etwas mehr Wasser.
Quelle: “Kleines Handbuch der Gemüsekunde”
06.06.2026
Jätefaust
Hier möchte ich euch ein wirklich nützliches Werkzeug vorstellen: die
Jätefaust.
Wir benutzen die schon seit mehreren Jahren zum Jäten bei den Möhren,
Zwiebeln, Rote Bete, Radieschen etc. Es hat sich gezeigt, dass das Jäten
tatsächlich ca. 10 mal schneller geht, als rein von Hand. Man kommt mit
den verschieden breiten Dratbügeln ganz nah an die jungen Pflänzchen
dran, ohne diese zu beschädigen. Auch zwischen den eng stehenden
Pflanzen kann gut gejätet werden. Es gibt zahlreiche Anbieter im Internet,
die Preisspanne liegt zwischen ca. 8 bis 14 Euro/Stück.
Eines von vielen Videos zum Produkt findet ihr HIER…
Eine Jätefaust habe ich für Euch zum Ausprobieren in das weiße Regal
gelegt.