Der Gemüse-Ticker....
DE-Öko-006
Im Gemüse-Ticker stehen die jeweils aktuellsten Informationen an oberster Stelle.
So wird im Verlauf der Saison eine Seite entstehen, auf der jeder nachschauen kann, wann das Gemüse
erntereif ist oder welche Pflegemaßnahmen gerade angebracht sind.
Auch generelle Tipps und Tricks finden sich dann im Verlauf,
es lohnt sich daher immer mal wieder reinzuschauen und zu scrollen....:-)
Der Gemüse-Ticker kann und soll aber nicht das persönliche Gespräch ersetzen.
Die aktuellen Beratungstermine finden Sie HIER.
DE-Öko-006
Radieschen                                                                                                     03. Juni 2019
Bei den Radieschen kann schon geerntet werden.
Auch wenn die Blätter der Radieschen zum Teil vom Erdfloh arg zerfressen sind, viele sind schon erntereif. 
Auch hier lohnt sich evtl. das Ausdünnen der Reihen wenn die Radieschen zu dicht stehen.
Bleiben die Radieschen zu lange auf dem Beet stehen, werden sie schnell holzig.
Neue Radieschen kann man noch die ganze Saison aussäen. Spätester Aussaat-Termin ist die zweite
Augusthälfte.
An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal das “Kleine Handbuch der Gemüsekunde” wärmstens
empfehlen. Es wurde herausgegeben von der Uni Kassel, die das erste GemüseSelbstErnte Projekt in
Deutschland ins Leben gerufen hat. Hier der Link zum Handbuch als PDF...
Hasen auf dem Feld / Wildscheuche                                                                03. Juni 2019
Leider sind auch dieses Jahr wieder Hasen auf dem Feld unterwegs.
Deshalb haben wir eine elektronische Wildscheuche am Weg zwischen den
bepflanzten Blöcken aufgestellt. Diese „Ultraschall-Kanone“ produziert sehr
laute, sirenenartige Töne im Ultraschallbereich, die für Menschen nicht hörbar
sind.
In der Vergangenheit haben wir damit schon erfolgreich verschiedene
Gemüsekulturen schützen können.
Wir bitten Sie, nichts an dem Gerät oder dessen Position zu verändern.
(ACHTUNG: Strom!!) 
Um die Pflanzen absolut zuverlässig zu schützen, könnte man z.B.
Kaninchendraht um die entsprechenden Pflanzen / Beete stellen:
Rankhilfe für die Erbsen                                                                                03. Juni 2019
Die Erbsen brauchen i.d.R. eine Rankhilfe wenn sie grösser werden. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen
gesetzt. Über schräg eingesteckte Reiser bis zum Karnickeldraht kann alles mögliche verwendet werden. Wichtig
ist, dass die Erbsen etwas zum Festhalten haben. Am Anfang muss man ihnen noch etwas nachhelfen, später
halten sie sich von selbst an der Rankhilfe fest. Hier ein paar Beispiele von den Parzellen:
Unkrautregulierung (Hacken / Jäten)                                                     22. Juni 2019
Durch die momentan günstige Witterung ist auch das Unkraut stark im Kommen.
Auf einigen Parzellen wurde noch gar nicht gejätet oder gehackt. 
Verpasst man den richtigen Zeitpunkt zum Hacken / Jäten, wird es immer schwieriger, Kraut von Unkraut zu
unterscheiden. Der Arbeitsaufwand steigt mit jedem Tag, der vergeht.
Auch Totalausfälle sind möglich, wenn nicht rechtzeitig mit der Unkrautregulierung begonnen wird.
Gerne sind wir zu den Beratungsterminen behilflich, Kraut von Unkraut zu unterscheiden.
Mehr Informationen zur Unkrautregulierung finden Sie hier…
Gestern haben wir die ersten Larven auf den Kartoffelpflanzen entdeckt.
Zur Bekämpfung dieses Schädlings ist - auf kleinen Flächen - immer noch das Absammeln die wirksamste
Methode. Da die Käfer und die Larven sehr faul und träge sind, gelingt dies meistens gut und effektiv.
Allerdings stellen sie sich gerne tot und lassen sich bei Berührung schnell auf die Erde fallen, wo man sie oft
nur schwer wiederfindet. Wenn man Käfer / Larven gesammelt hat, bitte sofort unschädlich machen!
(zerquetschen oder zerhacken).
Wenn man Eier (Gelege) an den Kartoffelblättern findet, kann man die Blätter abknipsen und z.B. zwischen
zwei Steinen zerreiben.
Eine Bildanleitung zum effektiven Absammeln der Larven und Käfer finden Sie hier…
Im Lauf der nächsten Woche werden wir auch wieder unser Spritzmittel gegen die Käfer einsetzen.
Gegen Altlarven und ausgewachsene Käfer hilft dieses Mittel allerdings nur begrenzt. Sie stellen
zwar vorübergehend ihre Fraßtätigkeit ein, sterben aber nicht ab.
Bitte nach dem Umgang mit den Kartoffelpflanzen Hände waschen. Es könnten Reste vom
Spritzmittel haften bleiben.
Kartoffelkäfer bekämpfen                                                                              22. Juni 2019
Käfer
Eier (Gelege)
Altlarven
Mögliche Nachfolger für den Salat könnten z.B. sein: Radieschen, Fenchel,
Kohlrabi, Buschbohnen, Rote Bete...
Neuen Salat kann man noch bis ca. Mitte Juli aus säen bzw. bis Mitte
August aus pflanzen. Eine Anleitung zur Jungpflanzen-Anzucht gibt es z.B.
Auf den Parzellen bewährt hat sich auch die “Salatschule” (rechts im Bild).
In einem Blumentopf sehr dicht ausgesäte Salatsamen auf der Fensterbank
keimen lassen. Den Blumentopf dann, z.B. hinterm Tomatenhäuschen, zu
dreiviertel in die Erde setzten und immer Pflänzchen daraus auspikieren.
So hat man ständig kleine Salatpflanzen, um sie dahin zu setzten, wo
gerade Platz auf der Parzelle ist.
Salat                                                                                                                22. Juni 2019
Wenn die Kopfsalate in der Mitte schon eine feste Kugel bilden, sollte man sie
als ganzen Kopf ernten. Dazu schneidet man sie am Wurzelansatz (knapp über
der Erde) mit einem Messer ab oder dreht sie, bis sie abbrechen.
Den roten Batavia-Salat kann man auch als Pflücksalat ernten (immer die
äußeren Blätter abzupfen) oder man wartet, bis sich eine große, kopfartige
Rosette gebildet hat und erntet ihn dann im Ganzen.
Der Eissalat hat meistens etwas mehr Zeit bis zur Ernte. Diese alte Sorte
zeichnet sich dadurch aus, dass sie keine so arg großen „Kugeln“ bildet. Dafür
kann man aber das Umblatt noch gut mitessen. Außerdem ist sie sehr
schossfest (geht nicht so schnell in Blüte) und kann somit als letzte der
Salatpflanzen geerntet werden.
Grundsätzlich erntet man Salate möglichst bevor sie schießen (in Blüte gehen).
Wenn der Salat in der Mitte einen “Zapfen” treibt, also nicht kugelig sondern
kegelförmig wird (am besten mit der Hand fühlen), ist er kurz vor dem
Schießen. Deshalb sollte man die Salate genauer beobachten und ggf. lieber
kleinere Salate ernten als gar keine.
<-- Salatschule II
Hier ein anderes Beispiel: am Beetrand einen Bereich markieren
(mit Steinen o. Stöcken...) und verschiedene Salate dicht aussäen.
Bei dieser Methode ist etwas mehr Fingerspitzengefühl gefragt, da im
Freiland Witterung, Schädlinge und Unkraut eine größere Rolle spielen als
bei der geschützten Anzucht auf dem Fensterbrett.
Hat sich aber auch gut bewährt!
Salatschule I
Erbsen                                                                                                             22. Juni 2019
Bei den Erbsen haben wir heute die ersten reifen Schoten
gefunden.
Die von uns ausgesäten Erbsen sind Markerbsen.
Man erntet normalerweise die dicken, saftig ausgereiften
Schoten um die Kerne zu “pulen”.
Bleiben die Schoten zu lange am Strauch, schmecken die
Erbsen schnell mehlig und fad.
Im Kühlschrank kann man sie ca. 2 - 4 Tage aufheben,
auch zum Einfrieren eignen sie sich gut.
HIER finden Sie einen Auszug aus dem “kleinen
Handbuch der Gemüsekunde” zur Markerbse.
Dieses kleine Büchlein möchten wir hier noch einmal aufs Wärmste empfehlen :-) Herausgegeben von der Uni
Kassel, die das erste Gemüse-Selbsternte-Projekt in Deutschland ins Leben gerufen hat. Darin finden Sie zu fast
allen Kulturen bei der GSE Infos über Anbau, Ernte, Inhaltsstoffe, Verarbeitung und Lagerung.
HIER kann man das ganze Handbuch runterladen.
Tomaten ausgeizen                                                                                       22. Juni 2019
Um Tomaten erfolgreich aufzuleiten, sollten regelmässig (ca. wöchentlich) die Seitentriebe, die aus den
Blattachseln wachsen, entfernt werden (ausgeizen). Die Pflanze steckt dann mehr Energie in den Haupttrieb
und dessen Fruchtstände, ein “Verbuschen” der Tomate wird verhindert.
Eine kurze Bildanleitung von uns gibts HIER...
Viele Sorten neigen auch zur Bestockung ganz unten am Stamm. Auch diese Triebe sollten entfernt werden.
Hier noch eines (von vielen!!) Videos zum Thema bei YouTube
Zucchini                                                                                                           28. Juni 2019
Bei den Zucchini kann auf vielen Parzellen bereits mit der Ernte begonnen werden. Zur Ernte den Stiel am besten
mit einem Messer durchschneiden. Idealerweise werden die Früchte mit einer Länge von etwa 20-25cm geerntet.
Zwischen der optimalen Erntegrösse und dem “Monster-Stadium” liegen meist nur etwa 1-3 Tage :-)
Bohnen                                                                                                                 08. Juli 2019
Die ersten Bohnen sind erntereif. 
Alle 3-4 Tage sollten die Pflanzen jetzt “durchgeerntet” 
werden, bis keine Bohnen mehr ausreifen. Diese
Ernteperiode dauert ca. drei Wochen.
Durchernten heißt, dass alle Bohnenpflanzen nach den
größten Schoten abgesucht werden. Diese werden dabei
vorsichtig abgepflückt, möglichst ohne die Pflanzen zu
schädigen.
Man erntet die Bohnen, wenn sie etwa bleistiftdick sind.
Wenn man die Bohne in der Mitte bricht, sollte die
Bruchstelle grün und saftig sein und die Kerne nicht zu
groß. Lässt man die Bohnen zu lange am Strauch
hängen, bilden sie Fäden aus und werden schnell “grasig”
(faserig). An der Bruchstelle sind dann weiße, trockene
Stellen im Querschnitt um die Kerne sichtbar.
Bohnen lassen sich sehr gut einfrieren. Dazu sollten sie vorher blanchiert werden. Auch zum Einmachen eignen
sie sich gut.
Gemüse nachpflanzen / -säen                                                                       17. Juli  2019
Auch jetzt noch kann man neues Gemüse nachpflanzen oder aussäen.
Zum Beispiel Salat, Bohnen, Spinat, Radieschen, Winterrettich, etc....
Aber Achtung: die letzten Aussaattermine für bestimmte Gemüse rücken näher!
Anhaltspunkte findet Ihr z.B. hier auf unserer Website oder im Kleinen Handbuch der Gemüsekunde.
Und natürlich geben wir auch bei den Beratungsterminen Tipps zum Nachpflanzen / -säen...
Kohlrabi ernten                                                                                               17. Juli 2019
Stehen Kohlrabi zu lange auf dem Beet, werden die Knollen schnell holzig. Wenn die
Kohlrabi schon “eierig” werden und sich strecken (im Bild), ist es höchste Zeit und
man sollte mit der Ernte nicht mehr warten.
Also lieber kleinere Kohlrabi ernten, als holzige!!!
Neue Kohlrabi können noch bis Ende Juli / Anfang August ausgepflanzt werden.
Kohlrabi lassen sich - kurz blanchiert - gut einfrieren.
Wenn die Kohlrabi bei warmen Wetter oder nach anhaltender Trockenheit plötzlich viel Regen bekommen,
platzen die Knollen oft auf.
Geplatzte (oder verschorfte) Exemplare können natürlich genauso verwendet werden, wie schöne runde. Sie
sehen halt nicht so schön aus. Da sich aber schneller Fäulnis oder Schädlinge in ihnen ausbreiten können,
sollte man ggf. die geplatzten zuerst ernten und verarbeiten. (Einfach die schadhaften Stellen abschälen oder
ausschneiden.)
Zur Ernte die Knolle am besten mit Wurzel aus der Erde ziehen und mit einer Gartenschere die Wurzel und die
groben Blätter abschneiden.
Die Blätter können als Mulchmaterial auf den Beeten liegen bleiben.
Schöne saftige, grüne Blätter und Stängel können beim Zubereiten auch mit verwendet werden.
Kohl                                                                                                                  17. Juli 2019
Wenn der Kohl (Wirsing, Rotkohl, Spitzkohl, Brokkoli...) anfängt zu Kopfen, benötigt er bei trockener Witterung
etwas mehr Wasser. Wenn man die Kohlpflanzen giessen möchte, sollte man mit der Gießkanne direkt an die
Pflanzen gießen, nicht flächig mit der Brause. Einige kurze Wassergaben, im Abstand von ca. 10 Minuten an jede
Pflanze, bewirken mehr, als ein schnelles und flächiges Nassmachen des Beetes. (Das flächig ausgebrachte
Wasser verdunstet sofort wieder...)
Brokkoli erntereif                                                                                      17. Juli  2019
Auf vielen Parzellen sind schon schöne Brokkoli-Blüten zu
sehen. Daher sollte der Brokkoli in den nächsten Tagen
genauer beobachtet werden.
Beim Brokkoli wird die Hauptblüte geerntet, wenn sie
schön groß aber noch grün ist. Die Kohlpflanze kann
stehen bleiben, damit auch von den nachwachsenden
Seitentrieben die kleineren Blütenköpfe geerntet werden
können. So kann man bis in den Herbst immer wieder
Brokkoli ernten.
Brokkoli sollte geerntet werden, bevor sich die
Blütenknospen öffnen und er nicht mehr genießbar ist.
Rote Bete ernten                                                                                    30. Juli  2019
Wo bei der Roten Bete im Frühjahr gut vereinzelt wurde, sind schon
viele Knollen erntereif.
Wichtig bei der Ernte ist, dass die Blätter von der Rübe nicht
abgeschnitten, sondern abgedreht werden, sonst bluten sie aus.
Kleinere Rüben können noch stehen bleiben, bis sie die gewünschte
Größe erreicht haben.
Stehen die Rüben zu dicht, werden weniger Knollen die gewünschte
Erntegröße erreichen.
Rote Bete eignen sich gut zum Einmachen oder auch Tiefgefrieren.
In vielen Rezepten werden auch die frischen Blätter gerne verwendet.
 
Lauchzwiebel                                                                                                   17. August 2019
Die Lauchzwiebeln können sukzessive über einen längeren Zeitraum geerntet
werden.
In der Regel werden die grünen, frischen Schlotten mit verwendet (z.B. für Salate).
Je länger die Lauchzwiebeln auf dem Beet stehen, desto größer wird der Weißanteil
der Zwiebel. Die Schlotten werden allerdings mit der Zeit immer unansehnlicher und
faseriger.
Möglich ist es auch, die Schlotten in einer Höhe von ca. 2,5cm vom Boden
abzuschneiden. Dann wachsen neue Schlotten nach.
Prinzipiell können die Lauchzwiebeln bis zum ersten Frost stehen bleiben.
Zwiebeln                                                                                                            17. August 2019
Um die Zwiebeln als Lagergemüse zu ernten, wartet man mit
der Ernte bis sie “einziehen” bzw. auf den so genannten
“Schlottenknick”.
Das heißt, wenn - auf das ganze Feld betrachtet - etwa 85%
der Schlotten eingetrocknet sind bzw. liegen, sind die
Zwiebeln erntefertig.
Ernten sollte man - wenn möglich - an einem trockenen Tag.
Nach der Ernte sollten die Zwiebeln noch getrocknet werden.
Am Besten flach in Kisten ausgebreitet, an einem luftigen aber
geschützen Ort. Im großen Anbau werden die Zwiebeln auf
dem Acker getrocknet und dabei mehrmals gewendet. Für
kleine Mengen eignet sich besser ein Balkon, eine geschützte
Terrasse, ein Dachboden o.ä.
Nach dem Trocknen schneidet man die Schlotten ab, reibt vorsichtig die lose Schale ab und kann dann die
Zwiebeln z.B. in Netze verpacken und in der Küche aufhängen.
Kartoffeln                                                                                                          17. August 2019
In der Regel werden Kartoffeln zwei bis drei Wochen, nachdem das Kraut komplett abgestorben ist, geerntet.
Erst dann sind sie schalenfest und auch lagerfähig. Solange noch Grün an den Pflanzen vorhanden ist,
wachsen die Knollen noch weiter.
Vorher kann natürlich schon sukzessive soviel geerntet werden, wie in den nächsten Tagen verbraucht wird.
Zur Ernte die Dämme z.B. mit der Grabegabel möglichst tief ausheben, bis keine Kartoffeln mehr zu finden sind.
Kaputte oder zu kleine Kartoffeln möglichst nicht auf dem Feld liegen lassen, sondern auf den Komposthaufen
bringen (Ausfallkartoffeln im nächsten Jahr).
Frisch geerntete Kartoffeln enthalten noch viel Wasser. Daher empfiehlt es sich beim Kochen einen Siebeinsatz
zu verwenden, um die Kartoffeln im Dampf zu garen und ein Zerfallen zu vermeiden.
Lauch ernten                                                                                       06. September 2019
Der Lauch sollte möglichs bald geerntet werden, bevor die
Porreeminierfliege zu ihrem letzten Flug aufbricht. Erfahrungsgemäß werden
die Schäden ab September immer größer und der Spass mit dem Lauch
immer weniger... ;-)
Zur Ernte seitlich der Pflanze mit der Grabegabel oder dem Spaten tief
einstechen und die Erde leicht aufhebeln. Die Pflanze rausziehen und die
Wurzeln abschneiden.
Lauch lässt sich - kurz blanchiert - gut einfrieren.
Im Gemüsefach im Kühlschrank hält er gut einige Tage aus.
Kürbis                                                                                                          06. September 2019
Wenn der Stiel, mit dem der Kürbis an der Pflanze hängt, trocken und holzig ist (im
Bild) sind die Kürbisse voll ausgereift und auch lagerfähig.
Dies ist normalerweise erst Ende September / Anfang Oktober soweit.
Sie halten dann viele Monate z.B. auch im Bücherregal :-). Zur Ernte den Stiel
knapp an der Pflanze abschneiden, so daß an der Frucht noch möglichst viel Stiel
dranbleibt.
Grundsätzlich kann man die Kürbisse aber auch ernten und verzehren, wenn der
Stiel noch saftig ist. Die Lagerdauer verringert sich dann eben entsprechend.
Ein Nachreifen der Früchte bei Raumtemperatur ist auch möglich, wenn sie bei
gutem, trockenem Wetter geerntet werden und keine Verletzungen aufweisen.
Generell sollten die reifen Kürbisse nicht zu lange bei feuchten Wetter auf dem Beet
liegen bleiben. Um Fäulnis vorzubeugen kann man die Früchte z.B. auf Stroh oder
eine ähnliche Unterlage betten, damit sie nicht direkt mit der Erde in Kontakt sind.
Spätestens vor den ersten Frösten sollten alle Früchte abgeerntet werden.
Gemüse lagern                                                                                                05. Oktober 2019
Auf den Parzellen wachsen etliche Gemüse, die nach der Ernte im Spätsommer / Herbst eingelagert werden
können. ( z.B. Karotten, Kartoffel, Petersielwurzel, Sellerie, Zwiebel, Rote Bete…)
Grundsätzlich lassen sich alle Wurzel-, Kürbis-, und Kohlgemüse gut in einem dunklen, kühlen, frostfreien und
nicht zu trockenem Raum einlagern (z.B. alter Keller…).
Dabei sind generell einige Punkte zu beachten:
- Lagergemüse vor dem Einlagern nicht waschen
- Laub entfernen; nicht abschneiden, sondern abdrehen (z.B. Rote Bete) oder „abknacken“ (z.B. Karotten)
- Lager-Behältnis (z.B. Kiste) soll Gasaustausch ermöglichen (keine geschlossenen Kisten)
- Gemüse nicht mit Obst (z.B. Äpfel) in einem Raum lagern
- Je kälter, umso besser… (unser Gemüselager hat im Winter zwischen +0 und +5 Grad…)
Besonderheiten:
Zwiebel: werden die Zwiebel rechzeitig geerntet (erste Augusthälfte), sollten sie nach der Ernte getrocknet und
dann geputzt werden (äußere Schalen abgerieben, „Schlotten“ abgeschnitten). Faulige Zwiebel sollten
aussortiert werden. Lagerfähig sind die Zwiebeln, wenn der Schlottenansatz ganz trocken ist.
Achtung: Zwiebel nicht in feuchten Räumen lagern!
Sie lassen sich (gut getrocknet und geputzt) auch gut in der Küche z.B. in Netzten aufheben.
Lagerumgebung: trocken, luftig, frostfrei (wenn frostig Zwiebeln nicht bewegen, warten bis aufgetaut…)
Karotten: lassen sich wie oben beschrieben gut lagern. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich die
Karotten länger halten, wenn man sie nicht in die Lagerkiste schüttet, sondern ordentlich einschichtet. Dadurch
entsteht ein besseres Mikroklima in der Kiste. Trotzdem sollte für Gasaustausch gesorgt werden (keine
geschlossene Kiste).
Lagerumgebung: kühl, dunkel, frostfrei, nicht zu trocken
Kartoffel / Petersielwurzel / Sellerie / Rote Bete: wie Karotten.
Jedes Gemüse hat mehr oder weniger gute Lagereigenschaften. Daher sollten die verschiedenen Gemüse in
getrennten Behältnissen (Kisten o. Netzen) gelagert werden.
Kürbis / Kohl: möglichst so lagern, dass sie sich nicht berühren, da an Druckstellen am schnellsten Fäulnis
entsteht. Die auf der GSE im Mai gepflanzten Kohlpflanzen eignen sich nicht für eine längere Lagerung. Es sind
reine Sommersorten. Kohl zur Lagerung wird i.d.R. erst im Juni gepflanzt. Auch die Rote Bete für das
Winterlager wird später ausgesät.
Möhren                                                                                                               05. Oktober 2019
Um die Möhren als Lagergemüse zu ernten wartet man am besten, bis das Kraut anfängt einzuziehen.
Es verfärbt sich in der Regel ca. Mitte Oktober nach rot / gelb und wird leicht welk. Dann sind die Möhren
ausgereift und gut lagerfähig. Ernten sollte man möglichst bei trockenem Wetter.